Donnerstag, 19. September 2013

eine großartige Reise geht zu Ende

Das heutige Frühstück war eine einzige Enttäuschung. Da das Hotel mit 5* bewertet ist, war unsereins der Meinung, dass man hier auch ein 5* Frühstück bekommt. *Weit gefehlt :-(*
Die Essensauswahl war gering und Müsli war zum Beispiel gar keines vorhanden.
Nach dem Frühstück sind wir bereits um 8:00 Uhr in Pamukkale bei den Kalksinterterrassen angekommen und haben den wundervollen Ausblick genossen.

                                                  Kalksinterterrassen in Pamukkale

Neben diesen Terrassen liegt das antike Hierapolis mit der besterhaltenen Nekropole aus der römischen Zeit.
Von den Römern fuhren wir dann direkt zu einer Teppichknüpferei. Wie das bei uns Mädels halt so ist, kann man ja nicht aus einem Geschäft mit leeren Händen rauskommen, oder?
Magon und ich haben uns 2 kleine Teppiche aus dreierlei Macharten gegönnt.

                                                       Besuch in der Teppichknüpferei

Von den Teppichen gings dann mit dem Bus wieder retour zum Ausgangspunkt der Reise - Antalya.
In Antalya angekommen haben wir dann Hassans Schmuckgeschäft besucht. Magon hat sich eine entzückende Halskette mit Augensymbolen gekauft. Dieses Augensymbol findet man in der ganzen Türkei. Es handelt sich hierbei um einen Aberglauben: wertvolle Stücke werden mit dem Auge vor dem "bösen Blick" geschützt. *da Magon ein sehr wertvolles Stück ist, ist der Schutz durch die Augenkette jedenfalls gerechtfertigt :-)*

Um den heutigen Tag unterhaltsam ausklingen zu lassen, sind wir mit einem Pärchen aus der Reisegruppe ins abendliche Antalya spaziert und haben uns unterwegs in einem gemütlichen Lokal mit einer Wasserpfeife niedergelassen. Es war ein unheimlich vergnügter Abend und wir haben uns vor Lachen gebogen.

                                                      Wasserpfeife mit Apfelgeschmack

Am Weg zu unserem Hotel habe ich dann noch ein Bild entdeckt, welches ich niemandem vorenthalten will.

     auch eine Möglichkeit ein Parkverbot zu ignorieren
 - oder sollte man lieber überfahren schreiben?

Der letzte Tag unserer Westtürkei-Reise neigt sich dem Ende zu und daher möchte ich ein kurzes Fazit abgeben:
  1. alle Vorurteile über die Türkei sind völlig unbegründet
  2. wir haben uns keine Sekunde gefurchten in diesem Land
  3. wer Istanbul nicht kennt, hat bisher nur gepennt
  4. Note für Reiseführer: 1*
  5. wir durften neue grenzüberschreitende Freundschaften schließen
Morgen Früh geht's wieder zum Flughafen und ab in die Heimat.

Pfiati Türkei :-)

Mittwoch, 18. September 2013

ein Tag im Bus

Heute sind wir bereits um 6:45 in Istanbul in den Bus gestiegen und haben bis auf ein paar Pausen den ganzen Tag im Bus verbracht. Wir sind 660 km Richtung Süden nach Pamukkale gefahren und wurden für die Strapazen mit der Ankunft in einem ganz tollen Hotel belohnt. Das Colossae Hotel ist ein 5* Thermalhotel und Magon und ich haben die von der Busfahrt steifen Glieder gleich mal im warmen Thermalbecken entspannt.
Den heutigen Abend werden wir mit einem kühlen Blonden ausklingen lassen ;-)

Morgen besichtigen wir die berühmten Kalkintterrassen und dann werde ich auch wieder ein
paar Bilder für euch haben.

Bis Morgen :-)

Dienstag, 17. September 2013

.... und noch mehr Istanbul

Der heutige Tag war voll und ganz Istanbul gewidmet. Magon und ich haben ja schon einige schöne Flecken auf dieser Welt besucht, aber Istanbul gehört zu den besonders sehenswerten. Heute durften wir ein bisschen länger schlafen und sind  erst um 8:30 Uhr vom Hotel losgefahren. Als erstes gings zur sehr beeindruckenden Hagia Sophia und Magon und ich sind dann noch ganz schnell in die direkt danebenliegende Zisterne abgetaucht.

Hagia Sophia
 
  Zisterne der Hagia Sophia
 
Anschließend sind wir zum "Bedeckten Bazar" gefahren und haben uns dort dem Labyrinth der 90 Gassen erfolgreich gestellt. *bis auf eine kurze Orientierungslosigkeit, haben wir das trotz der weiblichen Gene hervorragend gemeistert*
 
                                                    "Bedeckter Bazar" mitten in Istanbul
 
Auf diesem Bazar gibt es nur gefälschte chinesische Markenprodukte und auf die konnten wir leichten Herzens verzichten und haben den Bazar mit leeren Händen wieder verlassen. Damit wir aber einen urigen Bazar besuchen, hat uns Hassan zum Gewürzmarkt gebracht und dort haben wir auch mitten im wuseligen Markt unser Mittagessen genossen.
 

getrocknete Früchte am Gewürzmarkt
 
Mit einem Sackerl voller Kürbiskerne in der Hand, unzähligen Gerüchen in der Nase und beeindruckenden Bildern vor Augen haben wir uns im Anschluss zu einem der Bosporusbooten begeben.
 
                                             das moderne "Stativ" bei recht starkem Seegang
 
Nach 2 sonnigen und recht und windigen Stunden am Boot fuhren wir zu einer Ledermanufaktur. Dort haben wir eine kleine Einführung in die Lederkunde erhalten und wurden dann auf geschätzte 1000m² Verkaufsfläche mit Ledermode aller Art losgelassen. *Tja, was soll ich sagen - die Kreditkarte hatte einen kurzen aber wichtigen Einsatz :-) *
 
Nachdem Abendessen sind wir  dann zu "Istanbul by night - Teil 2" aufgebrochen. Vom Taksim-Platz aus sind wir zu Fuß eine Stunde durch die Fußgängerzone marschiert und haben dort das junge Istanbul kennen lernen dürfen.
 
                                                               Istanbul by night - Teil 2
 
Heute war ein toller Tag voller Sinneseindrücke und mit sehr viel Spaß. Unsere Reisegruppe ist mittlerweile zu einer recht lustigen Truppe geworden und Magon und ich dürfen hier eine wirklich schöne Reise erleben :-)
 
Morgen ist um 5:45 Tagwache und um 6:45 werden wir die Weiterreise antreten.
 
Danke Istanbul, dass wir dich besuchen durften :-)


endlich in der Weltmetropole Istanbul

Um 7:15 war Abfahrt in Canakkale und wenige Minuten später waren wir schon auf der Fähre am Weg in die europäische Türkei. Weiter ging es dann wieder mit dem Bus und glücklicherweise gabs bei der Einfahrt nach Istanbul keinen Stau :-)
In Istanbul angekommen, besichtigten wir gleich den Topkapi Palast, welcher 400 Jahre lang Sitz der osmanischen Sultane war.

                                                         Eingang zum Topkapi Palast

Insgesamt haben wir am Nachmittag knapp 3 Stunden im Palast verbracht und dort die Schatzkammer, die Bibliothek und die Gewänder der Sultane bewundert. Danach gings zu Fuß weiter zum Hippodrom, der antiken Pferderennbahn, und zur Sultanahmet Camii Moschee oder auch "Blaue Moschee". Wir Mädels haben uns selbstverständlich vor dem Betreten der Moschee ordnungsgemäß verschleiert.

                                                       Sultanahmet Camii Moschee

Danach hat uns unser Busfahrer zu unserem Hotel mitten in Istanbul gebracht. Diesmal verbringen wir 2 Nächte im Hotel Bulvar Palas. Nach dem Abendessen starteten wir eine kurze Istanbul by night Tour und haben uns die Moscheen im beleuchteten Zustand angesehen.

                                                                   Istanbul by night

Und mit diesen ersten Eindrücken dieser Weltmetropole werden wir jetzt schlafen gehen und vielleicht träumen wir ja von 1001 Nacht :-)

Sonntag, 15. September 2013

das trojanische Pferd, oder was?

Auch heute gings wieder recht zeitig los. Um 7:40 sind wir alle erfolgreich inklusive Koffer und Reisepässe im Bus gesessen und starteten die Fahrt nach Pergamon.

Nach einer relativ kurzen Fahrt von ca. 2 Stunden sind wir dann in Pergamon angekommen und dort gings dann gleich mal mit der Seilbahn den Akropolis Hügel hinauf. Auf dem Hügel besichtigten wir das sehr steile Theater, die Ruinen der Bibliothek und den Trajan Tempel.

                                          Magon im steilen Theater als einzige Zuhörerin

Danach fuhren wir durch den Pinienwald weiter Richtung Troja. Unterwegs hielten wir in einem typisch türkischen Restaurant und durften dort Gözleme verkosten. Diese Gözleme sind mit Kartoffel, Faschiertem, Käse oder Auberginen gefüllte Blätterteigfladen *auf gut österreichisch: Datschn, Golatschn, Dotschn oder Bogatschn*

                                                 Gözleme mit Schafkäse *schmatz*

Nach diesem wirklich sehr guten Mittagessen wurden wir wieder in den Bus verfrachtet und nach Troja chauffiert. Dort gibt es ja leider nicht mehr wirklich viel zu sehen, aber unseren Reiseführer Hassan hat uns einen Teil von Homers Odyssee rezitiert und das war ein wirklich gelungener Troja-abschluß. Von Troja zum Hotel waren es dann nur noch wenige Minuten. Kaum im Tusanhotel angekommen, traf uns der erste Hotelschock dieser Reise. Die Zimmer sind winzig und sehr abgelebt und im Badezimmer ist die unbeabsichtigte Ganzkörperdusche durch das Handwaschbecken deutlich effektiver als eine Reinigung in der eingebauten Sitzbadewanne :-(

Magon und mir hat das die Urlaubslaune aber keinesfalls vertrieben. Der große und bisher auch einzige Vorteil dieses Hotels ist die Lage - weit weg von Straßen und direkt am Strand der Dardanellen. Wir haben uns also die Bikinis angezogen und sind in die Dardanellen schwimmen gegangen :-)

                                                        am Strand der Dardanellen

Zum Schluß noch die wichtigste Erkenntnis des Tages: in der Türkei muss man Keyf machen :-)
*ist kein Tipfehler*

viel Zeit im Bus

Unsere Reisegruppe besteht aus 16 deutschen Senioren und Magon und ich wirken ein bisschen wie deren Alzheimerbetreuer. Ein gesetzter Herr hat in der Früh seinen Reisepass nicht gefunden und ein Seniorenpaar hat den falschen Koffer bei der Rezeption geschnappt und in den Bus verfrachten lassen. Sie haben es aber dann eh noch rechtzeitig bemerkt. *glücklicherweise - für den wahren Kofferbesitzer*

Heute gings um 8:00 Uhr in Antalya los und bis um 15:00 Uhr sind wir nur (bis auf 2 kurze Pipipausen und 45 Minuten Mittagspause) im Bus gesessen. Wir wurden dafür aber mit der größten Ausgrabungsstätte des Landes belohnt: Ephesus.

  Celsus-Bibliothek
 
Trotz der gnadenlosen Sonne und des wirklich stürmischen Windes haben Magon und ich den Ausflug sehr genossen und sind ehrfürchtig auf der Marmorstraße entlangspaziert.
Unser Reiseführer Hassan hat uns alle paar Meter mit interessanten Details unterhalten.
 
Hassan inmitten von Marmorsäulen

Nach einer kurzen Buspanne sind wir dann um kurz nach 19:00 Uhr im Best Western Hotel Konak in Izmir angekommen. Gegen 21:30 waren dann alle Senioren in den Zimmern verschwunden und wir Mädels sind mit Hassan in die Stadt gefahren. Izmir hat ca. 4 Millionen Einwohner und da ja Samstagabend war, war die Innenstadt voller Leben. Junge Leute bevölkern die Lokale und Parkanlagen. Magon und ich haben uns gefühlt wie mitten in einer europäischen Hauptstadt. In Izmir bemerkt man nichts von den traditionellen Werten sondern lernt eine moderne und aufgeschlossene Türkei kennen. Die Menschen musizieren und tanzen auf den Plätzen. Junge Frauen in Miniröcken und auch in Hotpants tanzen neben verschleierten Frauen *sind die absolute Minderheit und muss man mit der Lupe suchen*

video
 
 
Ich hoffe, dass ich damit ein paar Eindrücke vermitteln konnte und morgen gibt's dann wieder was Neues: Pergamon und Troja! *Tagwache um 6:30 Uhr und Abfahrt um 7:45 Uhr :-(*
 
 


Freitag, 13. September 2013

Ankunft in Antalya

Nach über 8 Stunden Anreise, sind wir unversehrt und nach längerer Wartezeit auch mit unserem Gepäck in Antalya im Best Western Plus Khan Hotel angekommen. Magon und ich hatten am Flughafen schon die ersten Schreckminuten als das Gepäckband aufhörte zu laufen und unsere Koffer immer noch nicht dabei waren. Es waren aber insgesamt noch 15 Andere, die unser Schicksal geteilt haben. Nach 10 bangen Minuten ist das Förderband wieder angesprungen und hat die vermissten Gepäckstücke dann doch ausgeliefert. *glückgehabt*

                                                             Aussicht vom 11.Stock

Kaum im Hotel angekommen, haben wir uns in die direkt vor unserem Hotel beginnende Fußgängerzone begeben und dort gleich mal unsere hübschen Euros in Türkische Lira gewechselt.
Am Rückweg habe ich dann gleich mal eine Erfindung entdeckt, die sicher auch bei uns daheim so manchen Kunden erfreuen würde.

                                      Handyladestation mit allen handelsüblichen Ladegeräten

Und weil wir uns natürlich bemühen durch dieses uns unbekannte Land mit offenen Augen zu gehen, freuen wir uns, dass hier so gut wie jedes Schild auch in die deutsche Sprache übersetzt ist.
Ich weiß zwar nicht, ob das so beabsichtigt ist, aber die bisher entdeckten Schilder tragen dann doch zur Belustigung  von uns Touristen bei:

                                                               aber gerne doch *lol*

Morgen erwarten uns 545km Busfahrt von Antalya über Ephesus bis nach Izmir und da werden wir sicher einige interessante Bauten kennenlernen und vielleicht auch wieder das ein oder andere unterhaltsame Hinweisschild entdecken.

Bis Morgen :-)

Samstag, 25. Mai 2013

Ciao ciao Italia

Unseren letzten Tag in Rom haben wir im Viertel Trastevere verbracht. Nachdem unsere Füße am Morgen wieder Marschbereitschaft signalisiert haben, sind wir heute nahezu alles zu Fuß gelaufen. Vom Circo Massimo bis fast zum Petersplatz und wieder zurück. Gestoppt haben wir beim Bocca della verita und am Piazza di Santa Maria.

                                                         typische Gasse in Trastevere

Unterwegs wurden wir Zeugen einer italienischen Hochzeit und besonders begeistert waren wir von den Hochzeitautos - sind die nicht schnuckelig ??

                                                           Zwei Fiat 500er heiraten

Mit dieser Tagestour haben wir uns von Rom verabschiedet. Es war eine tolle Woche und wir haben einige Eindrücke sammeln dürfen und hier mal die 5 wichtigsten:
  1. Modetechnisch: Blau ist das Schwarz der Römer
  2. Schuhtechnisch: auch in Rom gibt es keine Schuhe für Zwergenfüße
  3. Sehenswürdigkeitentechnisch: vieles sehr beeindruckend, aber teilweise einfach zu viele Touristen unterwegs - vorallem die japanischen Reisegruppen lehren einem das Fürchten
  4. Kulinarisch: Pizza ist nicht gleich Pizza
  5. Fußtechnisch: 7 Tage des Rumlaufens sind eindeutig genug für verwöhnte Autofahrfüße
Die Liste könnte natürlich noch endlos weitergeführt werden ;-)

Ganz herzlich bedanken wollen wir uns natürlich bei unseren treuesten Begleitern dem Stadtplan und dem Reiseführer, da wir ohne den beiden sicher nicht so eine tolle Woche gehabt hätten.

                                              mittlerweile mit starken Gebrauchsspuren

Jetzt werden noch die letzten Stücke in den Koffern verstaut und morgen Früh gehts wieder ab in die Heimat.
Dank nicht vorhandener Schuhe und Kleider in meiner Größe auch ganz ohne Übergepäck ;-)

Ciao Roma, ciao bella Italia ....

Freitag, 24. Mai 2013

Rom von der gemütlichen Seite

Da heute ja bereits unser 6.Tag in Rom ist, haben wir uns dazu entschieden es ab jetzt von der gemütlichen Seite zu betrachten. Wir haben bereits alle Sehenswürdigkeiten besucht, welche wir unbedingt sehen wollten und alles was jetzt noch kommt, ist eine Draufgabe :-)
Heute Vormittag sind wir mit dem Bus (die Metro streikt!!) zu Villa Borghese. Am Parkeingang angekommen, haben wir uns gleich mal für 2 Stunden eine E-Rikscha ausgeliehen und haben losgetreten.

                                                       E-Rikscha oder auch Stromesel

Mit unserem Stromesel konnten wir in 2 Stunden auf sehr bequemen Weg den gesamten Park erkunden. Sobald es ein bisschen bergaufging, oder wir in der Ebene ein wenig stärker in die Pedale getreten haben, hat sich der Elektromotor dazugeschalten. Es war aufgrund der Bodenbeschaffenheit teilweise ein sehr wilder Ritt und da Dagi den Stromesel gesteuert hat, hätte sie mich bei so manchem Lenkmanöver beinahe verloren - aber geschafft hat sie es nicht - *ätsch*

Weiter gings dann wiedermal in die Einkaufsstraßen, da wir den gestrigen Misserfolg ja nicht auf uns sitzen lassen können. Und siehe da - die Schonfrist für Kreditkarten ist vorbei - Dagi's Goldcard hatte einen ersten Kampfeinsatz, aber die Boots mit Blumenstick sind auch wirklich ein Hingucker.
Ich bin immer noch auf der Suche nach blauen Sommerstiefeln, aber weiterhin ohnen Erfolg, da meine Schuhgröße auch in Italien nicht geführt wird - *größerefüßehabenwollen*

Danach gings mal wieder ein paar Kirchen kennen lernen. In Rom gibt es ja mehr als 4.000 Kirchen und geschätzte 10 haben wir uns jetzt schon angesehen. Um alle Kirchen sehen zu können, reicht unser Urlaub leider nicht ganz aus - aber nur knapp nicht ;-)

Kirche Santa Maria Sopra Minerva mit blauer Decke

Zwischendurch haben wir den Tag genutzt und uns auch immer wieder einfach irgendwo auf Stufen oder Bänke gesetzt, um die vorbeiwandernden Menschen zu beobachten. Und da kommt einem so manches menschliches Sonderexemplar vor die Linse - *autsch - hoffentlich bekommt man davon keinen Augenkrebs - *grins*

                                                       gemütlicher Beobachtungsposten

Zum Abendessen haben wir uns dann mit einer Freundin von mir und ihrem Mann, die zufällig zur gleichen Zeit hier sind, getroffen. Die beiden haben nicht ganz 4 Tage hier in Rom und das Programm von den beiden ist deutlich straffer als unseres.

Für den morgigen letzten Tag haben wir noch keinen genauen Plan, aber beim Frühstück werden wir sicher wieder tolle Besichtigungsziele definieren.

PS: unsere Füße sind auch wieder kooperativer :-)

Donnerstag, 23. Mai 2013

Tag des Fußstreiks

Da unsere Füßchen beschlossen haben zu streiken, wurde der heutige Tag sehr gemütlich verbracht.
Nach einem ausgedehntem Frühstück haben wir einen faulen Vormittag in unserer traumhaft schönen Urlaubswohnung verbracht - es soll ja schließlich ein Urlaub sein und kein Wettbewerb zur goldenen Sightseeingnadel! Normalerweise läuft man ja nie so viel an einem Tag, wie wenn man eine neue Stadt erkundet.
Zu Mittag gabs Pastaschlacht am Herd :-) - Pasta a la Genovese und Pasta Pomodoro
Dagi hat gegen die Pasta a la Genovese gewonnen und ihren Teller geleert. Ich allerdings habe völlig versagt und musste mich der Pasta Pomodoro geschlagen geben :-(
Nichts desto Trotz haben wir entschieden, ins Zentrum zu fahren und uns als Nachspeise ein Eis in der angeblich besten Eisdiele Roms "Giolitti" zu holen - *schleck*

                                         Champagnereis - gibts angeblich nur in dieser Eisdiele

Da wir dem Sightseeing aber nicht komplett abgeschworen haben, sind wir danach gleich mal in die Jesuitenkirche Sant' Ignazio di Loyola. In dieser Kirche ließen uns die Illusionsfresken glauben, dass die Kirche viel größer ist, als sie ist.

                        dieses Deckengemälde lässt vermuten, dass hier eine Kuppel ist - alles Illusion

Wenn Frau schon mal in Rom ist, dann soll natürlich auch kräftig geshoppt werden. Wir sind also in die größten Einkaufsstraßen und dort von Kleidergeschäft zu Schuhgeschäft und von Schuhgeschäft zu Kleidergeschäft. Und wer jetzt glaubt, dass wir einen Einkaufstaschenträger benötigt hätten, der irrt gewaltig. Es wurden Kleider (zu groß) und Hosen (leider nur als Hüfthosen zu haben) und Schuhe (zu groß) probiert. Das Ergebnis von 3 Stunden Dauershoppen ist also recht ernüchternd ausgefallen: 0 Einkäufe, aber daher auch 0 Euros ausgegeben :-)
Unverrichteter Dinge gings also wieder in unsere Wohnung, wo wir uns wiedermal ein leckeres italienisches Abendessen bereitet haben.

                                                              Fußstreik in Perfektion

 Jetzt werden die Füßchen hochgelegt und der morgige Tag will ja auch wieder
gut geplant werden :-)

quer durch Rom auf 2 Rädern

Der Mittwoch hatte es in sich. In der Früh gings gleich mal los mit einem Kurzbesuch im Hard Rock Cafe. Und wie kann es anders sein, wenn 2 Mädels in ein Fetzngeschäft kommen, dann kommen sie natürlich mit mindestens einem Sackerl wieder raus - jippi und alles passt perfekt
Danach gings natürlich wieder weiter mit unserer Sightseeing-Tour. Der erste Halt war beim Pantheon - das ist wirklich einen Besuch wert. Das Gebäude hat nur eine Öffnung in der Mitte der Kuppel und trotzdem ist es super hell drinnen. Da es in der Nacht je geregnet hat, war es in der Mitte des Pantheon auch noch naß.
                                                     das Pantheon ist bestens besucht

Da wir von dieser Besichtigung bereits sehr geschwächt waren, haben wir uns mit Pizza wieder stärken müssen - hmmmm und haben gleich mal die beste Pizza seit langem gegessen - *schmatz*

                             Pizza Margerita mit Mozarella, frischem Rucola und Aceto Balsamico

Gestärkt gings weiter über den Piazza Navona. Am Piazza Navona sitzen die verschiedensten Künstler und bieten den vorbeischlendernden Touristen alle Arten von Bildern an. Von Karikaturen, feinen Aquarellen und Kohlezeichnungen bis hin zu Spraybildern wird einem alles geboten. Da auch wir eine Erinnerung an unseren Rom-Urlaub haben wollten, haben wir uns für ein mit Schwämmen gezeichnetes Namensbild entschieden.

                                                Schwammkünstler am Piazza Navona

Mit dem Auftrag "cinque minuti" zu warten, bis wir unsere Bilder zusammenrollen können, sind wir dann über den ganzen Platz gegangen und alle Entgegenkommenden wissen jetzt wie wir heißen.
Da die Engelsburg ja am Montag geschloßen war, haben wir den Besuch ja aufgeschoben und mit unseren Schwammbildern in der Hand haben wir uns dann auf den Weg zur Burg gemacht. Unterwegs haben wir bereits die ersten Blitze gesehen und das Donnergrollen hat unseren Schritt eindeutig beschleunigt. Kaum in der Engelsburg angekommen, öffnete der Himmel seine Schleusen.
Der Burgbesichtigung hat das aber keinen Abbruch getan.

                                              Blick von der Engelsburg zum Petersdom

Dann haben wir uns unsere Regenjacken angezogen und sind zum Petersdom spaziert. Diesmal wollten wir den Dom auch von Innen sehen und aufgrund des schlechten Wetters war die Warteschlange auch nicht ganz so lange - Dagi hat sie unerlaubterweise auch nich um einiges verkürzt. Nach einer Stunde Schlangestehen und erfolgreich bestandenem Sicherheitscheck durften wir dann den Dom betreten - beeindruckend und absolut seheneswert - jap das Warten zahlt sich aus

Bereits von Österreich aus haben wir eine nächtliche Segway-Tour gebucht und trotz des schlechten Wetters gings um 20:00 Uhr los - juhuuuuuuuuu um 20:05 hats zu regnen aufgehört
Das war ein absolutes Highlight und wir können es nur jedem empfehlen, der Rom besucht. Wir haben die bekanntesten Sehenswürdigkeiten bei Nacht gesehen und das beste daran: wir sind mit dem Segway gefahren :-)
Die ersten 5 Minuten waren wir dann doch eher angespannt und schwer konzentriert, aber danach hat man den Dreh raus und kann die Tour echt genießen. Eigentlich wäre es ja ideal, wenn man immer so ein Segway mit hat, weil man sich damit recht flott und unproblematisch durch die ganze Stadt bewegen kann. Die Mietpreise dafür sind allerdings noch nicht geldbörsenfreundlich :-(

                                                                   Dagi am Segway

Und auch nach diesem Tag träumen unsere Füße wieder mal von flauschigen Fußbädern und erholsamen Salbungen ........ - davon träumen können sie ja *hihi

Dienstag, 21. Mai 2013

gefühlte 20 Kilometer später

Unser heutiger Rom-Tag war geprägt von viel Zufußgehen. Wir sind in der Früh mit der Metro zum Kolosseum gefahren und haben dort unser bereits online reserviertes Tagesticket für Kolosseum-Palatin und Forum Romanum abgeholt. Wir konnten daher wieder an den langen Warteschangen vorbeispazieren und uns erfolgreich nur auf das Wesentliche konzentrieren - die alten "Steinhaufen".

                                             sehr beeindruckend - das Kolosseum

Danach gings gleich nebenan ins Forum Romanum und zum Palatin. Nach insgesamt 3 Stunden des Wanderns durch diese Sehenswürdigkeiten haben Dagi und ich beschlossen, daß wir bereit sind zur Nahrungsaufnahme. Da mein Magen nach Miesmuscheln verlangt hat, habe ich im MarcoPolo Reiseführer ein Restaurant gesucht, welches bekannt ist für seine Meeresfrüchte-Gerichte. Das Restaurant befindet sich in der Via Appia Antica. Da diese Straße auch in allen uns zur verfügungstehenden Reiseführern als wunderbarer Spaziergang angepriesen wird, haben wir uns in den Linienbus begeben und sind auf der ersten Bushaltestelle in der Via  Appia Antica ausgestiegen und haben "den Hatsch" begonnen.


Die ersten 3 Kilometer waren die schlimmsten. Die sehr alte mit Kopfsteinpflaster gebaute Straße wird von tausenden Autos genutzt und das in halsbrecherischer Geschwindigkeit. Wir wären wirklich gerne am Gehsteig dahin spaziert, aber leider Fehlanzeige - argh voll ärgerlich
Einige filmreife Ausweichmanöver später, sind wir dann bei dem von mir auserkorenen Restaurant angekommen - knurrr, der Hunger war bereits riesig
Kaum hatten wir einen Tisch zugewiesen bekommen, gings auch schon los mit der Diskriminierung. Wir wurden schlechthin ignoriert und 15 Minuten lang nicht bedient - :-(
Wir haben das Restaurant kurzerhand verlassen und beim benachbarten Restaurant dann wunderbare Nudelgerichte verzehrt. Mit vollem Magen gings dann wieder auf die Via Appia Antica. Ab hier war es dann wirklich ein ruhiger Spaziergang, da die Straße stellenweise  antik ist (Riesensteine mit Riesenfugen dazwischen) und daher für Autos nur schlecht zu befahren ist.

antiker Teil der Via Appia Antica

Dieser Teil war dann wesentlich länger, aber auch deutlich ruhiger :-)
Trotzdem taten uns nach gut 8 Kilometern Appia Antica die Füße ganz schön weh.

                                                  unsere armen Füßchen schmerzen

Um den Tag perfekt ausklingen zu lassen, haben wir uns in einem Supermarkt mit lauter Leckereien eingedeckt und uns zuhause den Bauch vollgeschlagen. Jetzt werden wir die Beine hochlegen und noch ein wenig Radio hören und quatschen und die beleidigten Zehen trösten und .......

Montag, 20. Mai 2013

"la dolce vita" in Rom

Gestern Früh starteten Dagi und ich unsere gemeinsame Rom Reise.
Vor uns liegt eine Woche voller Sehenswürdigkeiten, gutem Essen und dolce far niente :-)

Die Anreise war ein wenig beschwerlich, da der Zug vom Flughafen Fiumicino ins Zentrum wegen einer Baustelle gestoppt wurde und wir mit den Trollys im Schlepptau  1 Kilometer bis zur nächsten U-Bahn Station laufen durften.

Unser Apartment hingegen ist ein wahrer Wohntraum. Es liegt in einem tollen Viertel etwas außerhalb des Zentrums und wir haben heute bereits ein herrliches Frühstück auf der Dachterrasse genossen. Für alle Neugierigen hier der Link: unsere Rom-Wohnung

                                                in dieser Villa ist unser tolles Zuhause

                                                            römische Metro mit Graffiti

Heute Vormittag sind wir gleich mal zum Vatikanischen Museum gefahren, da wir schlauerweise bereits von zuhause aus im Internet Eintrittskarten gekauft haben. Bereits um 9:30 Uhr war die Menschenschlange vor der Kasse einen knappen Kilometer lang, aber wir konnten ganz entspannt daran vorbei marschieren :-)

                                                          sixtinische Kapelle

Das Museum selbst ist leider völlig überfüllt und man sieht so gut wie gar nichts. Sollte ich nochmal auf die Idee kommen dort hin zu wollen, dann schlägt mich hoffentlich jemand fest auf den Kopf und erinnert mich an das heutige Erlebnis :-(
Anschließend gins voller Motivation zum Petersplatz. Wir hatten den festen Vorsatz uns den Petersdom von innen anzusehen, allerdings stand auch dort eine kilometerlange Schlange vor den Sicherheitschecks - umpf, wieder nichts
Mit ein wenig Ärger im Bauch gings dann weiter zur Engelsburg und siehe da - Montag geschloßen!

Um keine weiteren Überraschungen zu erleben, haben wir dann unsere Reiseführer aus der Tasche geholt und eine Rom Wanderung zu diversen Brunnen gemacht - haha die können nämlich nicht geschloßen sein :-)

Fontana di trevi
 
Um den Abend perfekt ausklingen zu lassen, haben wir nach längere Suche, dann auch einen kleinen Supermarkt gefunden und dort sehr leckere Speisen erstanden: Büffelmozarella, Rucolasalat, frische Tomaten, Pastadura und in Balsamicoessig eingelegte Zwiebelchen - hmmmmm
 
                                                   von Dagi "gekochtes" Abendessen

Morgen steht das Kolosseum und das Forum Romanum am Reiseplan - mal schauen, ob wir morgen erfolgreicher sind

Bis morgen :-)