Montag, 8. Dezember 2014

bei Sonnenschein durch Valletta und ab nach Hause

Wie schon in den vergangenen Tagen haben wir uns in der Hauptstraße ein Frühstück gegönnt und sind danach zu einem letzten Spaziergang durch Valletta aufgebrochen. Ein letztes Mal am Meer entlang und eine Nase voll Meerluft für Zushause einpacken.
blitzblaues Meer in Malta
Dann noch ein bisschen die Sonne genossen und auch ein paar Selbstauslöserbilder gemacht auf einem wunderbaren Platz. Keine Leute und nichts außer ein paar abgeschnittene Säulen.
ein leerer Platz bei Traumwetter
Von dort sind wir dann nochmals durch die Fußgängerzone geschlendert und wurden beim Shoppen mal wieder frustriert, weil uns kaum etwas gefallen hat und wenn uns was gefallen hat, dann gabs das nicht in unserer Größe. Das war also ein extrem günstiger Shoppingtrip :-)
Heute hatten wir auch Glück und konnten die St.John's Cathedral von innen bewundern.
Die Kirche wurde zwischen 1573 und 1578 von den Maltesern errichtet, in Auftrag gegeben von Großmeister Jean de la Cassière als repräsentative Klosterkirche an der Ordenszentrale. Entworfen wurde sie vom maltesischen Militärarchitekten Gerolamo Cassar, der auch viele andere Gebäude in Valletta konzipiert hat. Während der Bau nur vier Jahre dauerte, benötigte die vollständige Ausstattung des Innenraums über 100 Jahre. 1820 erhob Papst Pius VII. die Kirche zur Ko-Kathedrale, um ihre Bedeutung für Land und Stadt auch nach der Vertreibung der Malteserritter durch Napoleon im Jahre 1798 zu unterstreichen; der eigentliche Bischofssitz befindet sich in Mdina. Geweiht ist sie dem heiligen Johannes dem Täufer, Schutzpatron des Malteserordens.
Das strenge und eher schlichte Äußere der Kirche steht in starkem Kontrast zum prunkvollen Inneren. Das Baumaterial ist Kalkstein.Das Innere aus der Zeit des Hochbarock wurde sehr kunstvoll und  reich dekoriert. Die Kathedrale wird sogar als eine der schönsten Kirchen im Mittelmeerraum angesehen.
Innenraum der St.John's Kathedrale

Damit ging unser Kurztrip nach Malta zu Ende und hier unser Fazit:
  1. Stoptafeln sind etwas für Feiglinge und maltesische BusfahrerInnen sind keine Feiglinge und ignorieren diese excellent
  2. Kreisverkehrregelungen und Geschwindigkeitsbeschränkungen werden bei uns überbewertet
  3. der Winter auf Malta ist eindeutig erträglicher
  4. Weihnachtsshopping bei 20°C macht auch viel Spaß
  5. Abfahrtszeiten und Öffnungszeiten richten sich hier nicht nach der Uhr
Danke Malta!

Sonntag, 7. Dezember 2014

Wasser von unten und von oben

Auch heute sind wir nach dem Frühstück direkt zum Busbahnhof marschiert und von dort mit der Linie 53 direkt nach Rabat gefahren. Dort haben wir bei strahlendem Sonnenschein die Altstadt Mdina besichtigt.
Mdina ist eine der früheren Hauptstädte Maltas mit 253 Einwohnern und liegt im westlichen Zentrum der Insel Malta auf einem 185 Meter hohen Ausläufer des Dingli-Plateaus, dessen Nord-, Ost- und Nordwesthänge steil aus der Landschaft aufragen. Unmittelbar südwestlich schließt sich die größere Zwillingsstadt Rabat an.
Kathedrale in Mdina
schmale Gassen in Mdina
Nach einem anschließendem Besuch im National Museum of Natural History haben wir uns eine erholsame Fahrt mit dem Bummelzug durch Mdina, Rabat und Mtarfa gegönnt.
Fahrt mit dem Bummelzug
Gut erholt sind wir dann durch die römische Villa spaziert und weiter an der Kirche des Heiligen Paulus vorbei zu den St. Paul's Katakomben.
Die St. Paul Katakomben sind die größten in Rabat, die labyrinthartigen Gänge führen zu zahlreichen Gräbern.
in den St.Paul's Katakomben
Bei immer noch wunderbarem Wetter sind wir um 13 Uhr mit dem Bus zur Blauen Grotte gefahren und haben dort noch das vorletzte Boot erwischt, um die berühmte Blaue Grotte besichtigen zu können. Sie liegt im Südwesten der Insel in der Nähe von Żurrieq und ist ausschließlich vom Meer aus erreichbar.
die Blaue Grotte
Das Höhlensystem besteht aus sechs Sälen, wovon die Blaue Grotte der größte und eindrucksvollste ist. Von den Einheimischen wird sie wegen des monumentalen Eingangsbogens als Taħt il-Ħnejja (deutsch: unter dem Bogen) bezeichnet. Sie ist ungefähr 90 m lang, 40 m hoch und hat zwei Eingänge. Das Wasser ist sehr klar und schimmert im Sonnenlicht himmelblau. Dies liegt an den hier vorkommenden Blaualgen. Die manchmal zu sehenden orangen Farbflecken sind nicht etwa Korallen, wie von den Bootsführern manchmal behauptet, sondern ebenfalls eine Algenart.
In einer Grotte erscheint alles, was unter der Wasseroberfläche ist, als Blau. Auch meine Finger:
Blaue Finger bei der Blauen Grotte
Kaum haben wir das Boot verlassen und sind wieder Richtung Bushaltestelle marschiert, kam auch schon das erste bisschen Wasser von oben. Wir haben also unsere Regenmäntelchen übergeworfen und uns auf den Heimweg gemacht. Bei einer kurzen Erholungspause in der Casa Cornelia haben wir angestrengt dem Prasseln des Regens gelauscht.
Von so viel Wasser unter und über uns wurde der Hunger immer größer und wir haben uns dafür entschieden, unseren letzten Abend in Malta mit einem maltesischem Abendessen der gehobenen Klasse ausklingen zu lassen.
Nach kurzer Internetrecherche, welches Lokal Sonntag abends geöffnet hat, haben wir uns für das Restaurant Capistrano entschieden.
einfach Großartiges gegessen
Nach Lachscarpaccio mit Garnelen und Avocadomousse, Rindercarpaccio mit Parmesan und geriebenem Trüffel, Ziegenkäsemousse mit Bohnenaufstrich und gebratenem Kürbiskernbrot, Ricotta-Tortelloni mit Haselnussbutter und Parmesan, Apfel-Walnuss Cheesecake mit grünem Apfelsorbet und Zimt und einem Ribisel Cheesecake mit Schokoladeneis haben wir uns dann zurück zur Casa gerollt.

Igawdu ikla tiegħek!

Hier noch ein kurzer Exkurs zur Maltesischen Sprache, die für uns nach Zungenbrecher klingt:
Maltesisch zählt zu den semitischen Sprachen und hat sich aus einem arabischen Dialekt entwickelt. Aber auch größere Wortschatzanteile aus dem Italienischen sowie geringere aus der spanischen, französischen und englischen Sprache finden sich im Maltesischen wieder. Als einzige semitische Sprache verwendet das Maltesische lateinische Schriftzeichen (ausgenommen das Y und C) erweitert um die vier speziellen Zeichen ċ, ġ, ħ und ż.

Morgen haben wir noch einen halben Tag in Valletta und dann geht's schon wieder zum Flughafen und ab in die kalte Heimat.

Samstag, 6. Dezember 2014

von Victoria zu Popeye

Als brave Frühaufsteher haben wir heute schon um kurz vor 8:00 in der Hauptstraße ein kontinentales Frühstück im Freien genossen und waren um kurz vor 9:00 schon am Busbahnhof, von wo wir die Reise nach Gozo angetreten sind. Nach 1 1/2 Stunden Busfahrt sind wir auch schon bei der Fähre angekommen und hatten auch Glück und durften direkt einsteigen - ganz ohne Wartezeit.

Fähre nach Gozo
Auf Gozo angekommen fuhren wir ebenfalls mit dem öffentlichen Bus direkt nach Victoria. Auch in Victoria jagt eine Baustelle die andere. Überall auf Malta werden Straßen und Gebäude renoviert. Vielleicht aufgrund dessen, dass Valletta 2018 die Kulturhauptstadt Europas ist.
Als Erstes besuchten wir die Kathedrale Maria Himmelfahrt.
Die Kathedrale auf der Insel Gozo befindet sich innerhalb der Zitadelle und ist die Bischofskirche des Bistums Gozo, welches die Inseln Gozo und Comino umfasst. Sie wurde zwischen 1697 und 1711 nach Entwürfen des maltesischen Barockbaumeisters Lorenzo Gafà erbaut. Er erbaute auch die Kathedrale von Mdina. Sie bildet die Form eines Lateinischen Kreuzes. Als Baumaterial diente örtlicher Kalkstein. Im Glockenturm befinden sich fünf Glocken. Die Kirche ist schmuckvoll ausgestattet, unter anderem mit einer Statue der Maria. An der Decke befindet sich ein Trompe-l’œil-Gemälde, welches das Innere einer Kuppel zeigt, die aber nie gebaut wurde. Tatsächlich ist diese Decke daher flach. An ihrer Stelle stand zuvor ein römischer Tempel, der Jupiter gewidmet war.
Kathedrale Maria Himmelfahrt
Danach haben wir noch das "Old prison" besichtigt und auch den Ausblick über ganz Gozo von der Zitadelle aus genossen.
Gefangener im "old prison"
Am Weg zurück zur Fähre haben wir noch einen kurzen Stopp beim Dom eingelegt. Leider hatte dieser geschlossen und so haben wir vor dem Dom ein verspätetes Mittagessen eingenommen, und so die Zeit bis zum nächsten Bus optimal ausgenutzt.
Wieder zurück auf der Insel Malta, haben wir die örtliche Nähe zu Popeye Village ausgenutzt und einen kurzen Abstecher in die Welt von Walt Disney gemacht.

Popeye - der Seemann
Popeye Village, auch bekannt als Sweethaven Village, ist eine Kulissenstadt, die der Regisseur Robert Altman 1979 für den Film Popeye – Der Seemann mit dem harten Schlag aufbauen ließ. Heute wird der Ort als Freizeitpark genutzt. Der Ort befindet sich etwa zwei Kilometer westlich der  Stadt Mellieħa, im Nordwesten der Insel Malta am Ufer der Anchor Bay. Mit dem Bau wurde 1979 begonnen, und es dauerte etwa sieben Monate, bis der Ort mit 19 Holzhäusern, Wegen und Hafenanlagen fertiggestellt war. Der Ort blieb nach dem Filmdreh erhalten und wird heute als Popeye Village Fun Park genutzt. Der Park ist jeden Tag der Woche geöffnet und bietet neben den charakteristischen Häusern auch Shows und Bootstouren auf der Anchor Bay. In einigen Häusern sind verschiedene Requisiten des Films ausgestellt. Im Kino mit etwa 40 Sitzplätzen in der Ortsmitte informiert ein Film die Besucher über den Kulissenbau und den Filmdreh.

Popeye Village
In weihnachtlicher Popeyelaune gings dann wieder 1 1/2 Stunden mit dem Bus zurück nach Valletta, wo wir nur noch einen kurzen Aufenthalt beim goldenen M hatten. Das war der absolut schlimmste Besuch einer Mc-Filiale, den Magon und ich bisher erleben durften. 5 geöffnete Kassen haben nicht, wie wir es von Österreich kennen, 5 Warteschlangen, sondern eine Traube voller Leute und bedient wird der, der am lautesten schreit, auch wenn er ganz hinten steht :-(. Drängeln und Schubsen gehört natürlich auch dazu und wer seine Ellbogen nicht einzusetzen weiß, wird sicher stundenlang nicht zu seinem Essen kommen. Da Magon und ich aber durchaus anpassungsfähig sind, haben wir uns unser Abendessen erkämpft und sind anschließend kampfesmüde in die Casa Cornelia spaziert.

Kaum angekommen, läutete auch schon die Polizei an die Türe .... aber nicht was man jetzt glauben mag, wegen zu viel Körpereinsatz bei der Futterbeschaffung ... nein, wegen einer kleinen weinenden Chinesin, die angeblich hier ein Zimmer gebucht hat und keinen Zugangscode gemailt bekommen hat. Lange Rede, kurzes Ende: wir haben den Code nicht weitergegeben und die Chinesin ist mit der Polizei aufs Revier mitgegangen.

Genug Aufregung für einen Tag und wir freuen uns schon auf alles, was wir morgen erleben dürfen :-)

Freitag, 5. Dezember 2014

Kurztrip nach Malta

Bei angenehm warmen 21°C sind wir heute um 13 Uhr in Malta gelandet. Blauer Himmel, Sonnenschein, ein bisschen Wind und gaaaanz wenig Wolken haben uns Willkommen geheißen.
Wir sind direkt von Flughafen mit dem Bus bis zur Altstadt gefahren und von dort zu Fuß bis zu unserer Unterkunft, der Casa Cornelia. Es handelt sich um eine sehr kleine - nur 5 Zimmer gesamt- Frühstückspension mitten in der Altstadt. In ein paar Minuten sind wir direkt am Meer und auch direkt in der Hauptstraße.
Blick nach Manoel Island
Wir haben unser Zimmer nur kurz begutachtet, unser Gepäck abgeliefert und folgende Feststellung gemacht: es gibt ein Gemeinschaftsbad - umpf ..., aber um den Preis darf man sich nicht mal beschweren :-(. Nachdem wir aber heute die einzigen Gäste in der Casa Cornelia sind, gehört uns nicht nur das Bad, sondern gleich das ganze Haus ganz alleine :-)
Wir haben dann den Nachmittag gleich genutzt für einen Spaziergang zum Fort St.Elmo und weiter zur Siege Bell Memorial.
direkt am Meer neben dem Fort St.Elmo
englischer Flair wohin man schaut
Danach sind wir wieder zurück zur Hauptstraße, wo wir von großartiger Weihnachtsstimmung empfangen wurden. In der ganzen Straße sind Lautsprecher und die Besucher werden mit Weihnachtsmusik beschallt.
Wir haben uns ein nettes Restaurant gesucht und uns, dank der milden Temperatur, ein Abendessen im Freien gegönnt.
Danach sind wir nochmal die Hauptstraße rauf und runter flaniert und unterwegs haben wir uns noch schnell karikieren lassen.
Magon wird gerade gezeichnet und ich bin schon verewigt
Gute gelaunt, und dank der Musik auch in Weihnachtsstimmung versetzt, sind wir dann nur noch zurück zur Casa Cornelia.
Hauptstraße von Valletta - die Triq Ir. Repubblika
Wir freuen uns schon sehr auf den morgigen Tag und werden jetzt noch den Reiseführer studieren, um morgen einen optimalen Sightseeing Tag zu verbringen.

tajba bil-lejl

Montag, 27. Oktober 2014

Adeus Portugal

Auch am letzten Tag fuhren wir wieder um 8:00 Uhr im Hotel weg und nach 2 1/2 Stunden Busfahrt kamen wir in Batalha an, um das dortige Kloster zu besichtigen. Das Mosteiro da Batalha, auch Kloster von Batalha (portugiesisch: Schlacht; mit vollem Namen heißt das Kloster Mosteiro de Santa Maria da Vitória, Kloster der heiligen Maria vom Siege) ist ein Dominikaner-Kloster und stammt aus dem 14. bis 16. Jahrhundert. Es wurde zum Dank für den Sieg Portugals über das Königreich Kastilien in der Schlacht von Aljubarrota im Laufe von circa 150 Jahren errichtet und 1983 als Weltkulturerbe in die Liste der UNESCO aufgenommen.
Kloster Mosteiro de Santa Maria da Vitória
eine Besonderheit - Brunnen im Kreuzgang des Klosters
Nach der Besichtigung gabs für Magon noch einen letzten portugiesischen Espresso und schon mussten wir wieder in den Bus. Nach nur 40 Minuten sind wir aber auch schon in Nazaré angekommen. Diese kleine Stadt ist als Fischer- und Tourismusstadt sowie Wallfahrtsort bekannt. Nazaré verfügt über einen Fischereihafen, der in den 1980er Jahren vollständig erneuert und erweitert wurde. Die Bevölkerung lebt überwiegend vom Fischfang, der Fischverarbeitung und dem Fremdenverkehr, der durch die windgeschützte Lage an einem etwa 2 km langen Sandstrand begünstigt wird. Auch wir haben ein kleines Restaurant besucht und uns selbst von den kulinarischen Köstlichkeiten überzeugt - lecker wars
eine landestypische Spezialität - Venusmuscheln in Knoblauchsauce
Da Nazaré ja einen wunderbaren Strand hat, haben wir natürlich auch unsere Füßchen in den erfrischenden Atlantik gestreckt. Allerdings war der Wellengang nicht zu unterschätzen:


Mit nassen Zecherln und nassen Hosenbeinen (trotz Hochstricken war der Atlantik erfolgreich) haben wir dann die letzte Busfahrt zurück nach Lissabon angetreten. Um kurz vor 16:00 Uhr sind wir wieder im Hotel Miraparque angekommen. Gemeinsam mit den beiden Mädels aus Graz haben wir uns schon kurz nach Hotelzimmerbezug wieder vor dem Hotel getroffen und uns ein Taxi ins Stadtzentrum genommen. Plan A war die Besichtigung des Castelo, aber da wir nur noch wenig Zeit bei Tageslicht hatten und der Eintritt doch sehr hoch war, haben wir uns für Plan B entschieden und sind quer durch die Altstadt zum Hard Rock Cafe spaziert.
Hard Rock Cafe
Danach haben wir uns in einem portugiesischen Restaurant eine Pizza gegönnt und den letzten milden Abend gemeinsam genossen. Zurück zum Hotel sind wir dann auch ganz fleißig zu Fuß marschiert :-)

Das war unser letzter Tag in Portugal und morgen Früh um 5:30 holt uns schon der Bus ab und bringt uns zum Flughafen.

Unser Fazit zu Portugal:
  1. Maroni sind Maroni und bleiben Maroni
  2. der Atlantik ist wirklich aufbrausend
  3. wenn Engerl reisen, ist das Wetter perfekt (täglich zwischen 25° und 31°C)
  4. so schmal können die Gassen gar nicht sein, dass nicht mindestens 1 Autobus noch durchpasst
  5. Portugiesisch klingt wie Spanisch-Hebräisch mit gebrochener Zunge
Obrigado und Boa noite Portugal!

Sonntag, 26. Oktober 2014

Portwein und singende Rebläuse

Um 8:00 Uhr gings auch heute wieder los. Nach einer doch recht langen Busfahrt durch das Duoro-Tal sind wir gegen 10:30 in Peso de Régua bei einem Weingut angekommen.
das Duoro-Tal
Wir besichtigten das gesamte Weingut von den Rebstöcken bis zu den Weinflaschen und - wie kann es anders sein - danach gabs wieder eine Weinverkostung.
Weinstöcke terrassenförmig angelegt
Und wie mein Vater immer zu sagen pflegt: "Ole Kärtna kennan singan". Das wurde uns bei der Weinverkostung dann auch gezeigt. Ob der Wein dran schuld war, kann nicht bewiesen werden!
(Drehen und Bearbeiten des Videos war in der kurzen Zeit leider nicht mehr möglich - bitte entschuldigt das *liebschau*)
 
Nach einer kurzen Mittagspause in Peso de Régua fuhren wir wieder zurück nach Porto und bestiegen ein Besichtigungsboot am Douro. Vom Boot aus hatten wir einen tollen Blick auf die Stadt und die Brücken.
eine von 6 Brücken in Porto
Bei der Bootsanlegestelle fand ein kleiner Markt statt und kaum waren wir wieder an Land, hat uns auch das Einkaufsfieber überfallen - wir sind total unschuldig und können gar nichts dafür *zwinker*
Pro Nase haben wir € 15 ausgegeben und trösten uns damit, dass die portugiesische Wirtschaft sowieso dringend Unterstützung notwendig hat. Damit ging auch der heutige Tag zu Ende und wir sind nur noch zurück ins Hotel, wo uns wieder ein mittelprächtiges Abendessen erwartet hat :-(.
 
Até amanha!

Samstag, 25. Oktober 2014

von Wellenreitern, bunten Telefonzellen und heißen Maroni

Wie auch die Tage zuvor starteten wir um 8:00 mit der Stadtbesichtigung von Porto. Zuerst fuhren wir zum Strand und beobachteten die Jungs mit ihren Brettern - die Surfer :-)
Wellenreiter in Porto
Danach gings direkt ins Stadtzentrum, wo wir die Kirche des heiligen Franziskus besichtigten.
Die Igreja de São Francisco ist eine Kirche in der zu den Welterbestätten gehörenden Altstadt von Porto. Der Bau der Kirche wurde 1383 begonnen und 1425 vollendet. Die Kirche wurde als Kirche des örtlichen Franziskanerklosters im vorwiegend gotischen Baustil errichtet und im 17. und 18. Jahrhundert im barocken Stil weitgehend umgebaut. Leider darf nicht fotografiert werden, aber ich hoffe doch, dass mich hier keiner verrät *hihi*
 Igreja de São Francisco
Am Weg zum Bus habe ich auch noch etwas recht Amüsantes entdeckt:
ohne Worte
Am späten Vormittag durften wir dann in einem der in Portugal recht bekannten Weinkeller einer Führung beiwohnen und alles über die Entstehung von Portwein lernen. Im Anschluss gab es dann natürlich auch eine kleine Verkostung *schlürf*
roter und weißer Portwein
Dann wurden wir im Stadtzentrum "ausgesetzt" und hatten 2 Stunden Zeit, um die Stadt selbst erkunden zu können. Magon und ich haben uns für ein schnelles Mittagessen bei McDonalds entschieden, um keine Zeit mit Essen zu vertrödeln und möglichst viel in der Stadt zu sehen. Mein persönliches Highlight neben vielen alten Bauten, der Markthalle und unzähliger Kirchen, waren die kunterbunten Telefonzellen, die überall in der Stadt zu finden sind. Jede Telefonzelle ist einzigartig.
                

Dann durften sich unsere müden Beinchen ein wenig ausruhen und wir fuhren mit dem Bus nach Braga und dort besichtigten wir die Wallfahrtskirche Bom Jesu do Monte.

Bom Jesu do Monte
Von dort aus war es noch eine kurze Fahrt bis Guimarães. Guimarães ist eine Stadt mit rund 52.000 Einwohnern im Norden im Distrikt Braga. Hier soll Alfons I. (Afonso Henriques), der erste König Portugals, geboren sein, weswegen sie die erste Hauptstadt des Landes war und als „Wiege der Nation“ gilt. Nach der Besichtigung des Castelo und der Capela São Miguel do Castelo spazierten wir bis zum Stadtzentrum. Magon und ich haben uns dann für eine Pause entschieden und wir verkosteten die portugiesischen Maroni, welche angeblich wegen der unterschiedlichen Zubereitungsweise, ganz anders schmecken als die Maroni bei uns in Österreich. Also wurde das von uns getestet und unser Fazit: Maroni sind Maroni und schmecken in Portugal genauso wie in Österreich - aber lecker waren sie trotzdem, auch wenn es ziemlich seltsam ist bei 31°C Lufttemperatur heiße Maroni zu essen *schmatz* 

Maroni - portugiesisch zubereitet

Morgen dürfen wir Dank der Zeitumstellung eine Stunde länger schlafen - Yeah!

Fica bem!

Freitag, 24. Oktober 2014

auf nach Porto

Wieder pünktlich um 8:00 sind wir, inklusive unserer Köfferchen, im Bus gesessen und haben Fátima verlassen. Der erste Tagespunkt war der Convento de Cristo.

einer der 4 Kreuzgänge im Convento de Cristo
Der Convento de Cristo (deutsch Christuskloster) in Tomar, ist eine 1162 von Tempelrittern gegründete ehemalige Wehr-Klosteranlage. Vorbild für den Bau war, wie anhand der verwendeten Zahlenkombinationen festzustellen ist, eindeutig die Heilig-Grab-Rotunde in Jerusalem. Die Klosteranlage ist seit 1983 UNESCO-Weltkulturerbe.
im größten Kreuzgang
Danach gings weiter nach Coimbra - eine portugisische Universitätsstadt. Hier besichtigten wir die Kapelle der Universität und die Bibliothek. Sie ist die älteste Universität des Landes und eine der ältesten in Europa.
Universität von Coimbra
An beiden Orten, Kapelle und Bibliothek, war Photografierverbot, aber ich konnte nicht widerstehen und habe jeweils ein Photo aus der Hüfte geschossen - böses kgb *grins*
 
Universitätskapelle
Die Bibliothek befindet sich in der Juristischen Fakultät der Universität und gilt als bedeutendes Bauwerk und Meisterleistung des Barock. Die Regale sind aus Rosen- und Ebenholz. Der Bestand der Bibliothek umfasst über 300.000 Bände, darunter 70.000 aus der Frühen Neuzeit und davor.
2013 zählte die britische Tageszeitung The Daily Telegraph sie zu den spektakulärsten Bibliotheken der Welt.
Bibliothek der Universität in Coimbra
Die Mittagspause verbrachten wir dann im historischen Zentrum der Stadt. Nach einer eher mittelprächtigen Minipizza genossen wir die anschließende Nachspeise bei 27°C Lufttemperatur in einer kleinen Gelateria am Hauptplatz um so mehr. Magon hatte ein gefülltes Croissant und einen echt portugiesischen Espresso um stolze € 1,95 - beides zusammen versteht sich - *Kaffeetrinken ist extrem billig hier *schlürf*
Für mich gabs ein "kleines" Eis mit 3 Kugeln *grins* :-)
es ist Nachspeisenzeit *schmatz*
Mit vollem Bauch sind wir dann die 2-stündige Fahrt bis Porto angetreten. Kaum angekommen, sind wir schon gleich mal ganz begeistert von unserem Hotelzimmer - Hotel Axis. Im Bett liegend überblickt man durch die Panoramascheibe die ganze Stadt. Den heutigen Tag lassen wir ganz gemütlich ausklingen und werden nach dem Abendessen um 19:30 zur Augenpflege übergehen.
 
Até a próxima!

Von Palästen und Dörfern bis zur Lichterprozession

Pünktlich um 8:00 Uhr waren alle Reiseteilnehmer im Bus und schon startete der erste Reisetag außerhalb von Lissabon. Unser erster Halt war in Cascais. Die Stadt liegt an einer sandigen Bucht des Atlantiks, etwa 25 Kilometer westlich von Lissabon. Ab den 1930er Jahren wurde Cascais, zusammen mit dem an der Bucht gegenüberliegenden Estoril, der Sammelpunkt der portugiesischen Oberschicht und vieler vermögender Reisender aus dem Ausland.
der Hafen von Cascais
Nach ein bisschen mehr als einer Stunde mussten wir das idyllische Dörfchen wieder verlassen und fuhren direkt nach Sintra. Sintra ist eine Kleinstadt westlich von Lissabon. Sie gehört zur gleichnamigen Município. Bekannt ist der Ort vor allem durch seine zum Teil jahrhundertealten Paläste, die Touristen aus aller Welt anlocken. Seit 1995 ist die Kulturlandschaft Sintra Weltkulturerbe der UNESCO.
Auch wir besuchten zuerst Königspalast Palácio Nacional de Sintra und genossen danach unsere Mittagspause am Hauptplatz direkt vor dem Palast.
die großen konischen Kamin-Schornsteine

Er war vom 14. bis zum 20. Jahrhundert königliche Sommerresidenz. Der Bau ist ein Konglomerat aus verschiedenen Baustilen, arabische Einflüsse zeigen sich unter anderem in den holzgeschnitzten Decken, die sich tunnelförmig über die Räume wölben, sowie den kunstvollen Wandverkleidungen mit Keramikfliesen aus dem 15./16. Jahrhundert, den sogenannten Azulejos. Seine heutige Form geht vor allem auf das 15. und frühe 16. Jahrhundert unter Manuel I. zurück. Dessen Ausgestaltung des Palácio Nacional de Sintra erfolgte im Stile der Manuelinik.
Wappensaal im Palast
Gestärkt und schwer beeindruckt brachte uns der Bus dann in das kleine Dörflein Óbidos. Der Ort ist für seinen erhalten gebliebenen, vollständig von begehbaren Stadtmauern umgebenen, und von blumengeschmückten Gassen durchzogenen historischen Ortskern bekannt.
eine von vielen wunderschönen Gassen in Óbidos
Und wie es so ist, wenn 2 Mädels durch kleine Gassen schlendern und an etlichen Geschäften vorbeikommen - jawohl, wir haben auch ein bisschen was geshoppt *die Kreditkarte musste aber nicht eingesetzt werden - *stolzbin*
typisch für Portugal - Accessoires aus Kork
Vollbepackt mit Einkaufstaschen hat Magon dann noch den landestypischen Kirschenlikör verkostet und für gut befunden *wurde dann natürlich auch noch ein kleines Fläschchen gekauft*

Und schon gings weiter in den Pilgerort Fátima. Er ist der wichtigste Wallfahrtsort in Portugal und einer der wichtigsten der römisch-katholischen Kirche. Den arabischen Namen „Fatima“ soll der Ort einer Legende zufolge von Fatima, der schönen Tochter eines maurischen Fürsten – ihrerseits benannt nach der Tochter des Propheten Mohammed – erhalten haben. Fátima ist ein bedeutender katholischer Wallfahrtsort, der, ähnlich wie Lourdes, auch von Kranken mit der Hoffnung auf Wunderheilung aufgesucht wird.
Basilica Antiga in Fátima
Nach dem Abendessen um 21:30 sind wir dann wieder zur Wahlfahrtskirche und haben der Heiligen Messe mit anschließender Lichterprozession beigewohnt. Die Messe wurde in gefühlten 367 Sprachen abgehalten und außer ein paar Wortfetzen von Französisch und Italienisch habe ich kein Wort verstanden *vielleicht gings ja mehreren so, aber Englisch dürfte sich als Weltsprache hier noch nicht durchgesetzt haben*
mein Kerzerl - ein kleines Licht unter 1000en
Um kurz nach 23.00 Uhr sind wir dann doch ein wenig unterkühlt - die Nächte sind trotz wohlig warmer Tagestemperatur von 26°C dann doch schon recht kühl - wieder im Hotel angekommen und nach einer heißen Dusche sind wir zum Matratzenhorchdienst übergegangen.

Dorme bem!

Mittwoch, 22. Oktober 2014

Lissabon von allen Seiten

Heute durften wir ausschlafen und nach einem recht einfältigen Frühstück startete unser Tag in Lissabon. Nach einem kurzen Photostopp auf einem der 7 Hügel der Stadt gings gleich direkt zum Fluss. Als Erstes besichtigten wir den Torre de Bélem. Der Torre de Bélem wird als Wahrzeichen der Stadt bezeichnet und gilt als Symbol einer ruhmreichen Seefahrernation.
Torre de Bélem
Von dort fuhren wir dann direkt zum Kloster Mosteiro dos Jerónimos. Es gilt als bedeutendster Bau der Manuelinik, einer portugiesischen Variante der Spätgotik, die auch einige Elemente der Renaissance enthält.
Kreuzgang des Mosteiro dos Jerónimos
Danach wurden wir im Stadtzentrum abgesetzt und hatten 2 Stunden Zeit für ein leckeres Mittagessen und eine Flanierrunde durch die Fußgängerzone. Magon und ich haben uns für ein italoportugisisches Restaurant entschieden und uns dort ein paar kleine Meeresfrüchtchen einverleibt :-).
Garnelen in Tomatensauce mit Spinat-Ricotta-Ravioli und Rucola
Unser Spaziergang danach ist dann doch ziemlich lang ausgefallen, obwohl wir kein einziges Geschäft betreten haben und auch nichts geshoppt haben. Aber wir haben die Chance genutzt und sind per pedes zum Reiterdenkmal marschiert. Trotz der heutigen 32°C stehen überall in der Fußgängerzone bereits Maronibrater und bieten uns heiße Maroni an. Scheinbar wird auch in Lissabon nicht das Wetter oder die Nachfrage berücksichtigt, sondern laut Datum verkauft. Mir wäre ein Eis am Stiel lieber gewesen *schleck*
"winterliche" Maronibrater im Stadtzentrum
Wieder im Reisebus angekommen, hat uns unser Reiseleiter Antonius zum Dom gebracht und von dort spazierten wir durch die verwinkelte Altstadt.
wunderschöner Delphinbrunnen in der Altstadt
Um den Tag abenteuerlich ausklingen zu lassen, hat uns Antonius bei der ersten Station der berühmten Straßenbahn Electrico 28e aus dem Reisebus aussteigen lassen. Um € 2,85 sind wir dann 1 Stunde lang bis zur Endstation mit der "Bim" noch einmal quer durch Lissabon gefahren. Es war heiß, eng und sehr rumpelig, aber trotzdem sind wir mit einem breiten Lächeln im Gesicht ausgestiegen :-)
Straßenbahn 28e
Von der Endstation hatten wir dann noch eine halbe Stunde Fußmarsch bis zum Hotel und Magon und ich haben diesen noch etwas verlängert, da wir am Hotel vorbei zum Supermarkt getrottet sind. Jetzt sind wir für morgen wieder mit ausreichend Trinkwasser ausgerüstet und für mich gibt's zum Frühstück ein Brot mit Eckerlkäse *jammie*

Morgen müssen wir schon eine Stunde früher aus dem Bett :-(

Boa noite!