Dienstag, 8. Dezember 2015

ein sonniger letzter Tag

Heute haben wir unseren letzten Tag auf Zypern verbracht und wir haben uns dafür entschieden, einen richtigen Urlaubstag draus zu machen. Kurz vor 10 haben wir unser kleines Hotel in Kalavasos verlassen und sind mit dem Auto an den Strand nach Ayia Napa.
Dort angekommen haben wir uns in dem verlassenen Urlaubsort zwei Sonnenliegen gesucht und bei ca. 23°C Grad Lufttemperatur dann ganz entspannt die Nase in die Sonne gestreckt. Einige Unerschrockene waren sogar schwimmen, da es in Sonne richtig heiß war.
ein paar chillige Stunden am Strand verbracht
Unser Fazit:
  1. links Autofahren ist gar nicht schwierig
  2. es gibt hier sehr viele Glückskatzen
  3. Zypern im gesamten ist sehr schön
  4. aber jede Stadt für sich betrachtet, ist nicht wirklich aufregend
  5. im Dezember kann man durchaus hier auch noch einen Badeurlaub machen
Antío Kýpros

Montag, 7. Dezember 2015

von Klöstern und keinen Eseln

Unser heutiger Tag startete wieder mit einer langen Autofahrt. Knapp 2 Stunden fuhren wir die gefühlten 2 Millionen Kurven bis Kykkos. Dort steht das größte, reichste und eindrucksvollste aller Klöster Zyperns, das inmitten herrlicher Berge und Wälder weit weg von menschlichen Behausungen erbaut wurde. Sein kostbarster Schatz ist die Ikone der Gnadenreichen Jungfrau, die der Evangelist Lukas eigenhändig gemalt haben soll und die die Macht besitzt, Regen herbeizuholen.
Innenhof des Klosters Kykkos
die Klosterkirche
Von dort sind wir wieder 1,2 Millionen Kurven zurück Richtung Lemesos gefahren und haben im Dorf Pedoulas einen kurzen Stop bei der Scheunendachkirche Archangelos Michail eingelegt. Wegen ihrer großartigen Fresken im Inneren gehört sie als eine von zehn Bergkirchen dem Welterbe der UNESCO an. Leider war die Kirche verschlossen und wir konnten diese Fresken daher nicht bewundern.
Scheunendachkirche Archangelos Michail
Bis dahin war unser Tag genau so wie geplant, aber dann ging es los mit den Enttäuschungen.
Geplant war ein Besuch im Eselasyl in Vouni. Gestern Abend hat Dagi noch die genaue Adresse recherchiert und einige Besucherberichte gelesen. Auch in unserem 2015 erstellten Reiseführer steht das Eselasyl als Hauptattraktion wunderbar beschrieben. Nach 30 minütiger Suche in und rund um Vouni (Vouni ist ein Winzigdorf im Troodos-Gebirge) haben wir dann den Abbieger zum Eselasyl gefunden und sind freudestrahlend den Feldweg entlang gefahren. Unsere Freude wurde jäh getrübt, als wir das Eselasyl dann erblickt haben. Die gesamte Anlage ist leer und verwüstet und die Natur holt sich bereits die Fläche wieder zurück - alles ist zugewuchert und teilweise nicht mehr begehbar.
Von Eseln ist nichts zu sehen und es ist auch nicht erkennbar, wo die Eseln hin übersiedelt wurden!
Warum im Internet immer noch um Spenden gebeten wird und auch die Anlage in Google Maps noch vorhanden ist, konnten wir bis jetzt nicht herausfinden.

leerstehendes und verwüstetes Eselasyl
Ziemlich angefressen sind wir dann also weiter nach Lemesos. Dort wollten wir dann die Burg, die wir am Samstag nur bei Nacht bewundern durften, bei Tageslicht besichtigen. Aber auch das war uns nicht vergönnt, da wir erst um 16:45 bei der Kassa gestanden sind und die Burg nur bis 17:00 Uhr geöffnet hat. Warum man unser Eintrittsgeld für die Besichtigung einer sehr kleinen Burg nicht mehr wollte, kann wahrscheinlich nur der reiche Staat Zypern beantworten.
Des Ärgers nicht genug, hatte dann auch noch der leckere Grieche neben der Burg heute geschlossen!

Somit sind wir zurück nach Kalavasos und sind dort in die kleine Retro Tavern gleich neben unserem Hotel gegangen und da hat uns die Glückssträhne wiedergefunden.
In der Taverne wurden wir vom Hausherrn persönlich freundlichst begrüßt und es wurden uns, obwohl wir heute die einzigen Gäste waren,  alle Essenwünsche erfüllt. Er hat also quasi nur für uns den Herd angefeuert :-)
Calamari und Muscheln *yammi*
So haben wir also unseren letzten Abend auf Zypern ganz gemütlich ausklingen lassen und freuen uns noch auf einen letzten halben Tag auf der Insel.

Kali nichta!

Sonntag, 6. Dezember 2015

Lefkosia alias Nicosia

Ab in die kleine Hauptstadt - war das Motto des heutigen Tages. Mit unserem Flitzer sind wir über die Autobahn bis nach Nicosia geflitzt und haben gleich außerhalb der Altstadt einen 3€ Tagesparkplatz gefunden. Zu Fuß sind wir dann in den griechischen Teil der Altstadt marschiert und haben dort bei einem kurzen Vormittags-Cola entschieden, dass wir unsere Besichtigung im türkischen Teil der Altstadt beginnen wollen.
Grenzübergang mitten in Nicosia
Im türkischen Teil der Stadt haben wir dann einen Rundgang gemacht und das Büyük Han, eine frühere Karawanserei, die zu einem riesigen Gasthof umfunktioniert wurde, und die Selimiye Moschee (ehemalige Sophienkathedrale) besichtig. Die Sophienkathedrale wurde zwischen 1208 und 1326 unter den Lesignan-Königen errichtet und ist das älteste und schönste Beispiel gotischer Architektur auf Zypern.
in der Semiliye-Moschee
Danach sind wir noch durch die Straßen spaziert und haben uns dort ein türkisches Mittagessen gegönnt. Dabei haben wir ein außergewöhnliches Restaurant mit einem sehenswerten Sonnenschutz entdeckt.
Regenschirme als Sonnenschutz
Wieder zurück im griechischen Teil der Altstadt sind wir dann in der deutlich aufgeweckteren Fußgängerzone herumgeschlendert und haben auch den ein oder anderen Shop nach Schnäppchen abgeklappert - leider erfolglos :-(
Wobei wir allerdings deutlich erfolgreicher waren als beim Shoppen, war die Suche nach einer leckeren Sonntagsnachspeise: Waffeln und Palatschinken mit Eis *schmatz*
leckere Nachspeise - im Winter Eis, das ist heiß
Nach diesem Zuckerschock sind wir dann voller Energie noch eine Runde an der alten Stadtmauer entlang bis zum Famagusta Tor - eines der 3 Stadttore -  spaziert.
Etwas enttäuscht von den wenigen Sehenswürdigkeiten in der Stadt sind wir dann weiter gefahren nach Larnaka.
In Larnaka haben wir trotz Finsternis noch das Fort und die Kirche Agios Lazaros besichtigt.
Kirche Agios Lazaros
Danach haben wir auch wieder ein nettes Restaurant entdeckt und dort das Abendessen mit einem anschließenden 2stündigem Plauscherl genossen.
Wieder im Hotel angekommen, gab es heute doch tatsächlich eine warme Dusche - von heiß noch weit entfernt - aber der Mensch freut sich :-)
 
Morgen geht's rauf ins Troodos Gebirge zum Kykkos Kloster und in ein Eselasyl!

Samstag, 5. Dezember 2015

der Westen und Süden

Den heutigen Tag haben wir mit einer langen Autofahrt nach Pafos begonnen. Dort haben wir als erstes das Kloster Agios Neofytos aus dem 12.Jhdt. besichtigt. Der Mönch Neofytos ist einer der Hauptheiligen der zypriotischen Kirche. Der Legende nach grub der spätere Heilige mit bloßen Händen drei Zellen in die Steile Felswand.
Kloster Neofytos
Von dort war es nur eine kurze Fahrt bis in das Zentrum von Pafos. Dort haben wir als erstes am Hafen in einem Kaffeehaus eine kurze Pause eingelegt und einen gemeinsamen Snack gegessen. In der Sonne konnten wir ganz entspannt mit kurzen T-Shirts sitzen und wir haben sogar ein paar Wahnsinnige beim Baden beobachten können.
Sonnenschein und Meer ... einfach perfekt
In Pafos haben wir noch die Agora Markthalle besucht. Die prächtige Markthalle ist aus dem 20.Jhdt. und man findet darin einen Souvenirstand neben dem anderen. Und wir Mädels haben natürlich nicht widerstehen können und ein bisschen was eingekauft :-)
die Markthalle kurz vorm Schließen
Vom Markt ging es direkt zum Fels der Aphrodite. Nach der griechischen Mythologie entstieg hier Aphrodite, die Göttin der Liebe, Schönheit und Fruchtbarkeit , dem Meer. Auf einer von Delphinen gezogenen Muschel gelangte sie ans Ufer und ruhte sich im Nahen Palaipafos aus, wo ihr ein Tempel errichtet wurde. Nach einer örtlichen Legende soll man, wenn man bei Vollmond um den Felsen schwimmt, mit jeder Runde ein Jahr jünger werden. Leider ist heute kein Vollmond, weil sonst würden wir um Jahrzehnte jünger nachhause kommen :-)
der Aphrodite Felsen
Und weil wir noch etwas Lust auf altes Gestein hatten, sind wir dann an der Küstenstraße weiter Richtung Süden gefahren bis nach Kolossi. Die am besten erhaltene mittelalterliche Burg Zyperns steht südlich des Dorfes Kolossi. Im Jahr 1210 kam das Land an die Ritter des Johanniterordens, die hier als Hauptquartier des Großmeisters eine Burg errichteten. Um 1400 wurde sie mehrmals von Genuesern und Muslimen geplündert. Ihre heutige Gestalt erhielt die Burg 1454 durch den Großmeister Louis de Magnac. Sie ist ein dreigeschossiger Bau auf quadratischem Grundriss, 23 Meter hoch, mit über 2,5 Meter dicken Mauern.
Burg von Kolossi
Ein paar Kilometer weiter gefahren und schon sind wir am südlichsten Punkt von Zypern in Akrotiri angekommen. Dort sind wir dann aber auch gleich wieder abgebogen, um an den menschenleeren und weiten Strand namens Lady's Mile zu gelangen. Benannt ist dieser Strand nach der Stute eines englischen Offiziers, mit der er hier seinen regelmäßigen Morgenausritt unternommen hat.
Dagi beim Rumspringen am Lady's Mile
Mit hungrigen Bäuchen sind wir dann, wie gestern auch schon, nach Limassol gefahren. Heute allerdings bis in die Fußgängerzone rund um die Burg von Limassol. Dort sind wir dann in ein Restaurant eingefallen, wo lauter Zyprioten saßen und das war eine sehr gute Entscheidung von uns. Wir haben typisch zypriotisch=griechisch gegessen und von Souvlaki über Saganaki feta bis hin zu Tzatziki und Pita nichts ausgelassen *schmatz*

Mit vollen Bäuchen sind wir dann nur noch eine kleine Runde bis zum Auto sparziert und danach direkt ab in unser Hotel.
Da wir gestern ja nur kaltes Wasser hatten, haben wir heute mal nachgefragt, wie groß die Chance für eine heiße Dusche ist, aber wir wurden auch heute wieder enttäuscht. Im gesamten Hotel gibt es kein warmes Wasser, da es einen Defekt gibt, der erst morgen behoben werden wird. Heute soll das Wasser allerdings nicht mehr kalt, sondern lau sein .... welch Steigerung :-(

Also let's get a cold shower and steiger your Immunsystem!

Freitag, 4. Dezember 2015

Holpriger Start auf Zypern

Endlich wieder mal ein paar Tage Urlaub und schon sitzen Dagi und ich wieder im Flieger und diesmal ging es nach Zypern. Der Flug nach Larnaka ist pünktlich gestartet und abgesehen davon, dass das einzige Baby an Board genau neben uns Kleinkindverweigerern gesessen ist, war auch alles wunderbar.
pünktlich abgehoben
In Larnaka angekommen, haben wir dann erfolglos unseren Mietwagenverleih gesucht. Laut Buchungsbestätigung von Expedia sollte der Schalter am Flughafen sein, aber das war leider in Realität dann doch nicht so. Nach einer halben Stunde Rumgelaufe und Rumfragerei haben wir dann bei der Flughafeninfo nachgefragt und die nette Dame hat uns dann den Verantwortlichen ausgerufen. Der Herr hat uns dann in ein kleines Auto verfrachtet und ist mit uns 3 km bis zum "Schalter" in einem heruntergekommenen Geschäftsgebäude gefahren. Dort gab es dann noch eine kurze und hitzige Diskussion wegen dem Voucher, aber nach 45 Minuten haben wir dann unseren kleinen Superflitzer übernehmen können. Dank dem Linksverkehr hier auf Zypern sind wir dann doch recht froh, dass unser kleiner Mitsubishi Colt ein Automatikgetriebe hat.
ein Colt für linke Fälle
Mit dem Linksfahren kommen wir bis auf kleine Nachdenkphasen bis jetzt ganz gut zurecht, allerdings kämpfen wir dann doch recht häufig mit Blinker und Scheibenwischerhebel: mit dem rechten Hebel zu Blinken ist irgendwie völlig unlogisch für uns. Also Achtung an alle Zyprioten: wenn wir Abbiegen wollen, dann erkennt man das am panisch wischenden Scheibenwischer!!!

Unser Hotel in Kalavassos haben wir durch instinktives Richtigabbiegen auf Anhieb gefunden. Wir sind ganz begeistert von dem schnuckeligen Libraryhotel und unserem Constantine Kavafis Room. Geführt wird das Hotel als Familienbetrieb und die Hausherrin und Mutter ist Deutsche und daher sprechen auch die beiden Töchter (die den Laden schupfen) fließend Deutsch :-)
Also für alle, die es gerne unkompliziert haben und im Englischen nicht versiert sind, hier ist man als deutschsprachiger Tourist perfekt aufgehoben :-)

Zum Abendessen sind wir dann mit dem Colt nach Limassol geflitzt und haben uns mit einer großartigen zypriotischen Pizza verwöhnt. Neben dem Essen haben wir auch die Reiseroute für den morgigen Tag festgelegt.

Also "kali nichta" und morgen geht's dann los mit Inselerforschen

Montag, 26. Oktober 2015

eine letzte Tour durch die Stadt und ab nach Hause

Heute waren wir schon etwas klüger uns sind um kurz vor 9:00 Uhr zu Fuß zum Heldenplatz marschiert. Auf dem Heldenplatz (ungarisch: Hősök tere) in der ungarischen Hauptstadt Budapest dominieren das Millenniums- und das Heldendenkmal, umgeben von der Kolonnade. Zu finden ist der Platz im Stadtteil Pest. Dort markiert er den Beginn der Andrássy út und ist das Tor zum Stadtwäldchen (Városliget), das sich mit seinen Alleen direkt hinter dem Platz erstreckt. Zur Rechten und Linken säumen Kunstmuseen den Heldenplatz. Der Heldenplatz ist Weltkulturerbe der UNESCO.
Heldenplatz
Von dort sind wir dann mit dem ersten Bus des Tages wieder Richtung Zentrum gefahren und zur Markthalle spaziert. Vor der Halle haben wir uns noch im Café Anna einen Cappuccino einen Tee gegönnt.
Markthalle
In der Markthalle gab es jede Menge leckerer Köstlichkeiten, aber Magon und ich konnten problemlos widerstehen und sind mit leeren Händen wieder zum Hotel spaziert.
ungarische Spezialitäten
Auf den Rat eines Arbeitskollegen haben wir uns dann am Heimweg in einem Supermarkt noch mit typisch ungarischen Süßigkeiten eingedeckt.
lecker schmecker
Wie die Leckereien schmecken werden wir hier allerdings nicht verraten. Die muss jeder selbst verkosten :-)

Unser Fazit zu Budapest:
  1. eine wunderschöne Stadt, die jeder gesehen haben muss
  2. bei ungarischen Männern ist die Jogginghose immer noch sehr beliebt - leider :-(
  3. vor 10:00 Uhr sind in Budapest die Gehsteige noch hochgeklappt - also nichts für Frühaufsteher

Sonntag, 25. Oktober 2015

Zwei Eisprinzessinnen im Golfcart

Viel zu früh für ungarische Uhren sind wir heute um kurz vor 9:00 Uhr schon losmarschiert und mussten dann gleich mal feststellen, dass die Bustour erst um 10:00 Uhr startet. Dann sind wir also zu Fuß zum House of Horror geschlendert, welches aber auch erst um 10:00 Uhr öffnet.
Somit sind wir nach einer kurzen Teepause bei Starbucks wieder zu einer Busstation und haben mit dem Pinkbus die heutige Tour begonnen. Nach einer Stunde Busfahrt sind wir dann bei den Schiffsanlegestellen ausgestiegen und haben dort mal eine kurze Shoppingtour gemacht.
Für Magons Neffen sind also die Souvenirs gesichert.
Mit einem (ja, wirklich nur einem kleinen) Sackerl sind wir dann also zur Bootsanlegestelle und mit dem Boot rüber zur Margareteninsel, oder wie sie hier in Budapest heißt zur Margit-sziget.
am Boot
Vom Boot aus hat man einen großartigen Blick auf das wunderschöne Parlamentsgebäude.
Das Parlamentsgebäude, auf deutsch veraltet Reichstag (ungarisch: Országház; wörtlich: Landeshaus), ist der Sitz des ungarischen Parlaments in Budapest. Das 268 Meter lange, direkt am Donauufer gelegene Gebäude ist eines der Wahrzeichen Budapests. Als Vorbild diente der Palace of Westminster, Sitz des britischen Parlaments in London. Architekt des im neogotischen Stil errichteten Gebäudes war Imre Steindl. Die Bauzeit war von 1885 bis 1904.
das Parlamentsgebäude in Budapest
Auf der Insel angekommen haben wir uns ein stylisches Golfcart gemietet, um die 2,5 km lange und 0,5 km breite Insel auf bequeme Art komplett besichtigen zu können. Vom Wasserturm bis zum Zentenariumsdenkmal und einmal quer durch den Rosengarten haben wir alles gesehen.
unser Inselflitzer
Neben dem Musikbrunnen haben wir uns dann ein Bankerl in der Sonne gesucht und dort unseren Mittagssnack zu uns genommen. Heute gab es was Außergewöhnliches: einen Langos mit Mozzarella, Tomate, Rucola und Parmaschinken. Wer das nicht kennt, der muss unbedingt auf die Margit-sziget und diese Leckerei hier verkosten.

Langos namens "Perla"
Um ca. 14:25 sind wir dann wieder aufs Boot und haben die Bootstour rund um die Insel dann fast verschlafen, da uns die Fressnarkose voll erwischt hat.
Wieder an Land auf Pester Seite sind wir zur Markthalle spaziert, um dort angekommen dann festzustellen, dass diese heute - Sonntag - geschlossen hat.
Da wir aber dann gleich ganz in der Nähe der Eisbar waren, haben wir uns bei einem kühlen Drink und einer Umgebungstemperatur von -1°C die gewonnene Zeit vertrieben.
alles aus Eis: Wände, Bänke und Tische
Wieder draußen aus der Bar, ist uns die Außentemperatur von +8°C richtig wohlig warm erschienen.
Nach einem kurzen Spaziergang durch die Fußgängerzone sind wir auch schon wieder in einen Bus gesprungen und wieder ins Burgenviertel gefahren. Dort haben wir uns dann wieder mal einen Baumstriezel als Abendessen gegönnt und sind genüßlich schmatzend bis zum Labyrinth spaziert.
Das Labyrinth ist ein Teil des umfangreichen Höhlensystems unter dem Burggebirge. Man kann es ohne Schwierigkeiten besuchen, denn hier gibt es keine Leiter; während der türkischen Besetzung wurde die Tropfsteinhöhle zum einfachen unterirdischen Tunnelsystem umgebaut. Im zweiten Weltkrieg funktionierte es auch als Zufluchtsort vor Luftangriffen; damals flüchteten so viele Budapester dorthin, dass schließlich Postboten die Briefe auch immer zum Labyrinth brachten.
im unterirdischen Labyrinth unterwegs
Danach haben wir nochmals die Matthiaskirche besucht und von der Fischerbastei aus den nächtlichen Anblick über Pest genossen.
Matthiaskirche bei Nacht
Damit haben wir dann den Tag ausklingen lassen und sind mit der Bustour bis zur letzten Station gefahren und von dort dann zu Fuß zurück zum Hotel geschlendert.

Am elften Dezember 1987 wurde das Panorama am Donauufer und das Burgviertel von der Kommission des Weltkulturerbe /UNESCO/auf die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen. Das Budaer Burgviertel ist einer der romantischsten Teile der Stadt. Es ist ein urtümlicher Stadtteil und eine der bedeutendsten Denkmalgruppe des Landes zugleich. Seit der Gründung sind zwar 800 Jahren vergangen, aber seine Schönheit ist auch heute ungebrochen, egal ob es Erdbeben, Brand, Belagerung oder Weltkrieg gab, seine herrlichen mittelalterlichen Denkmäler blieben bis heute wunderbar erhalten und deshalb haben auch wir uns in diese wunderschöne Stadt verliebt.

Budapest te különleges

Samstag, 24. Oktober 2015

zwei 100jährige in Budapest

Pünktlich um 8:00 Uhr starteten Magon und ich unseren Roadtrip nach Budapest. An der Grenze noch schnell eine Vignette gekauft und Geld gewechselt und schon durften wir uns gleich nach der Grenze in den Stau stellen. Kurz nach 11:00 sind wir dann im Hotel Mercure Budapest Metropol angekommen und hatten diesmal das Glück, dass unser Zimmer schon bezugsfertig war, obwohl der Check-In erst ab 14:00 Uhr ist - laut Rezeptionistin Rita lag das nur daran, dass ihr mein Vorname so gut gefällt ;-)

Gleich ums Eck von unserem Hotel ist eine Haltestelle der Buslinie Budapest Sightseeing Hopp-on-hopp-off und somit haben wir uns um 6.000 Forint ein 48-Stunden Ticket gekauft. Uns stehen also in den nächsten 2 Tagen 4 verschiedene Buslinien, 1 Bootstour, 1 geführte Fußtour und 1 Radtour zur Verfügung.
hier werden wir uns rumtreiben
Als erstes sind wir bei der Fischerbastei ausgestiegen. Die Fischerbastei (ungarisch Halászbástya) ist ein von Frigyes Schulek von 1895 bis 1902 errichtetes, neoromanisches Monument. Es erhebt sich auf dem Burgberg an der Stelle des mittelalterlichen Fischmarkts von Buda. Der Name stammt von einer Fischergilde, für die das Monument errichtet wurde. Diese Gilde hatte im Mittelalter diesen Abschnitt der Stadtmauer zu verteidigen. Das skurrile Bauwerk, das mit seinen konischen Türmen an die Zelte der Magyaren erinnern soll, wird als Aussichtsterrasse auf Donau und Pest genutzt.
Fischerbastei
Gleich daneben steht die Matthiaskirche – offiziell Liebfrauenkirche – die erste Kirche auf dem Schlossberg. Sie ist als Teil des UNESCO-Welterbes eingetragen. Hier fanden die Krönungszeremonien von Karl I. Robert von Anjou (1309), Franz Joseph I. (1867) und Karl IV. (1916) statt. Sie ist deshalb auch unter dem Namen „Krönungskirche“ bekannt.
Matthiaskirche
Von dort sind wir dann zu Fuß zum Burgpalast spaziert und haben uns noch vor den Burgtoren einen süßen Mittagssnack gegönnt: einen oder richtigerweise zwei Baumstriezel. Der Baumstriezel (ungarisch Kürtőskalács, rumänisch Colac secuiesc) ist ein aus Hefeteig über offener Feuerstelle gebackener Kuchen mit Ursprung im südöstlichen Siebenbürgen.
Baumstriezel mit Nüssen für Magon und mit Zimt für mich
Der Burgpalast (ungarisch: Budavári palota) auf dem Burgberg im Burgviertel ist das größte Gebäude Ungarns und das wohl bekannteste Gebäude der Hauptstadt. Es nimmt den gesamten Südteil des Burgbergs ein. Das Gebäude ist auch als Königliche Burg (Királyi Vár) bekannt. Die königliche Residenz überragt die Millionenmetropole als das höchstgelegene Gebäude und ist von allen Richtungen in seinen ganzen Ausmaßen gut zu erkennen. Die Geschichte des Burgpalastes reicht bis in die Anfänge des 13. Jahrhunderts zurück, als König Béla der IV. hier eine Burg errichten ließ. Ab dieser Zeit war der Palast Residenz der ungarischen Könige. In den Jahrhunderten danach hinterließ jede Herrscher- und Stilepoche ihre Spuren an dem Gebäudekomplex.
der Burgpalast
Einmal durch den Palast und eine Runde rundherum und schon waren wir wieder bei einer Haltestelle und sind mit dem nächsten Bus zur Zitadelle gefahren. Die Zitadelle auf der Spitze des Gellértberges ist ein Festungsbau. Er wurde aus den Erfahrungen der Märzrevolution 1848/49 heraus errichtet, als der Ungarische Reichstag seine Unabhängigkeit vom Hause Habsburg-Lothringen erklärte und die Republik ausrief, woraufhin die österreichische Armee unter Beistand von russischen und kroatischen Truppen eingriff und den Aufstand niederschlug. Heute gehört die Zitadelle zum UNESCO-Weltkulturerbe. Direkt vor der Zitadelle steht die ungarische Freiheitsstatue. Sie ist die größte aus einer Gruppe von drei Bronzestatuen, die 1947 zu Ehren der Soldaten, die das Land im Zweiten Weltkrieg befreiten, errichtet wurden.
die Freiheitsstatue
Von dort sind wir dann schon ziemlich müde die Bus-Route bis zum Ostbahnhof gefahren und im Bus sind uns dann beiden schon fast die Augen zugefallen. Somit haben wir entschieden, dass wir uns den Bahnhof noch ansehen und dann eine Abendessenspause einlegen.
Ostbahnhof
Nach einem schnellen Abendessen beim goldenen M, das laut Magon auch ein "gesundes Essen" war (wir haben einen Libaburger mit Rindfleisch, karamellisierten Zwiebeln, Roten Rüben und Vogerlsalat gegessen), haben wir uns dann eingestanden, dass wir alt werden und aufgrund der um uns bereits eingesetzten Dunkelheit den heutigen Tag für abgeschlossen erklärt. Somit sind wir zwei 100jährigen um 18:30 Uhr im Hotel eingetroffen und werden uns ziemlich sicher um 21:00 schon in der Tiefschlafphase befinden.

Jó éjszakát

Mittwoch, 23. September 2015

Burg Devín bei strahlendem Sonnenschein

Auch heute war uns der Wettergott gut gesinnt und so haben wir bei strahlendem Sonnenschein die Burg Devin besichtigt. Die Burg liegt etwas außerhalb von Bratislava und da wir ja mit dem Auto unterwegs waren, hat es sich angeboten dort einen Zwischenstopp einzulegen. Als erstes haben wir aber noch die Blaue Kirche in Bratislava besucht.
Die Sankt-Elisabeth-Kirche ist eine römisch-katholische Kirche. Sie ist der Heiligen Elisabeth von Ungarn geweiht. Aufgrund der Farbgebung der Fassade durch ein blaues Majolikamosaik wird die Kirche auch als Blaue Kirche bezeichnet.Ein Modell der Kirche befindet sich in der Mini-Europa-Anlage in Brüssel und repräsentiert dort die Slowakei.
Blaue Kirche
Von dort war es dann eine 20minütige Autofahrt bis zur Burg Devín. Die Burg Devín (deutsch Burg Theben/Thebener Burg, slowakisch Devínsky hrad oder Hrad Devín) ist eine Ruine im gleichnamigen Stadtteil von Bratislava.Sie hat für die Slowaken eine wichtige identitätsstiftende Funktion, denn in den alt-slawischen Ruinenresten sehen sie ihre Wurzeln als eine der slawischen Nationen, die aus dem Großmährischen Reich hervorging.
Burg Devín
Neben der Burg wird in einigen Zelten das Burgleben dargestellt. Aber trotz des traumhaften Wetters hatten die Schausteller heute nicht wirklich viel zu tun, da neben uns maximal 10 Touristen im Burggelände unterwegs waren.
Burgleben wie damals
Die ganze Reise über hat uns ein Lied von Hans Krankl als Ohrwurm begleitet und passend dazu gab es bei der Burg heute auch noch das perfekte Fotomotiv:
Sie gebn eam rostige Fliagl - aus zweita Haund
A klane Woikn mit kan Plotz
Rostige Fliagl, an klan Hölignschein
und an Pullowa der eam nua krotzt.
rostige Fliagl
In diesem Sinne bedanken wir uns für 3 wunderbare Urlaubstage und hier unser Fazit:
  1. Bratislava ist eine wunderschöne kleine Stadt
  2. Essen und Getränke sind sehr preiswert
  3. Souvenirs sind verhältnismäßig teuer
  4. es gibt in Bratislava überdurchschnittliche viele gutaussehende Männer
  5. Dagi, Gisi und Magon sind die perfekten Reisebegleiter :-)

Dienstag, 22. September 2015

Von Burgfeen und Segwaychrashes

Zur gewohnten Verbandszeit von 9:00 Uhr sind wir heute Früh wieder aufgebrochen zu einem weiteren Tag voller Sehenswürdigkeiten und Abenteuern.
Das erste Ziel war die Burg von Bratislava.
Nach dem Aufstieg auf den Berg haben wir uns als erstes neben der Burg einen XXL Milchkaffee gegönnt.
Kaffeepause neben der Burg
Obwohl 2008 mit einer umfangreichen Rekonstruierung der Burg Bratislava begonnen wurde, ist ein Teil der Ausstellungen des Slowakischen Nationalmuseums - des Historischen Museums - weiterhin für die Öffentlichkeit zugänglich und diese haben wir auch alle besichtigt.
der rote Teppich nur für uns ;-)
Gegen Mittag sind wir dann wieder runter in die Altstadt und haben dort den gestern noch nicht besichtigten Teil kennen gelernt. Von Primatailpalais bis zum alten Rathaus und von der Franziskanerkirche bis zur Trinitarierkirche haben wir alles besucht.
Altes Rathaus
Kurz vor 14 Uhr hat dann der Hunger die Oberhand gewonnen und wir sind in der Ventúrska Michalská in ein slowakisches Restaurant zum Mittagessen gegangen. Dort hat dann mein heutiges Unglück seinen Lauf genommen - mein Schweinsbraten war durchgetrocknet :-(
Alle anderen hatten Glück mit den gewählten Speisen.
vielleicht hätte ich doch die Ribchen kosten sollen?
Um 15 Uhr fanden wir uns pünktlich im Hotel Park Inn Danube ein, von wo aus unsere 1-stündige Segwaytour startete. Magon hatte keine Lust darauf und hat die Stunde mit Souvenierkauf für ihre Neffen verbracht - vielleicht hat sie sich auch einen ganz entspannten Nachmittagskaffee gegönnt :-)
immer wieder lustig - eine Segwaytour
Für Gisi war es die erste Segwayerfahrung, aber nicht für Dagi und mich. Die Tour führte uns an der Oper vorbei über die UFO-new bridge einmal durch den Central Park und wieder an der Waterfront retour zum Hotel. Und wie es eigentlich vorhersehbar war, wenn 2 so Geschwindigkeitsjunkies wie Dagi und ich auf einem fahrbaren Untersatz stehen, ging das ganze nicht ohne Lachen und blauer Flecken über die Bühne. Wie heißt es so schön: "bis einer weint!"
Ganz so schlimm war es dann doch nicht, aber ein heftiger Crash war unvermeidbar. Dagi fährt rückwärts, ich ihr vorwärts hinterher. Dagis Segway drosselt die Geschwindigkeit und beginnt zu ruckeln, woraufhin Dagi den Lenker verreißt und mir den Weg abschneidet. Ich hab nicht schnell genug gebremst und schon hats geknallt. Zuerst hat Dagi fest mit dem Gleichgewicht gekämpft und den Kampf gewonnen woraufhin es bei mir los ging mit Wackeln und Straucheln. Keine 10 Sekunden später bin ich auch schon wie ein Maikäfer am Rücken gelegen und Dagi hat beide Segways in der Hand gehalten. Das geschah natürlich in der Fußgängerzone vor einem gut gefüllten Schanigarten und nicht etwa im leeren Park :-(
Aber um einen langjährigen Bekannten zu zitieren: "es is jo nix passiert"
Souveniershop
Am Weg durch die Stadt haben wir dann noch in dem einen oder anderen Shop einen kurzen Blick hinein geworfen und sind auch hin und wieder mit einem Sackerl wieder rausgekommen.
Als Tagesabschluss gab es ein sehr gutes Essen im Restaurant Atilla.
Von dort haben wir uns dann den Luxus eines Taxis gegönnt und somit sind wir um € 3,60 Gesamtpreis auch in wenigen Minuten wieder in unserem Hotel gewesen.
Morgen werden wir spontan entscheiden, ob wir den Tag noch in der Stadt verbringen, oder ob wir am Weg nach Hause noch ein paar Highlights- vielleicht die Burg Devín - besichtigen werden.

ďakujem Bratislava

Montag, 21. September 2015

Kurztrip nach Bratislava

Pünktlich um 8:00 Uhr wurde Magon von mir abgeholt und wir starteten unseren Kurztrip nach Bratislava. Unterwegs noch ein kurzer Zwischenstopp, wo wir Dagi und Gisi aufgegabelt haben und schon war die Gruppe der Reisegirls vollzählig.
Um ca. 9:30 sind wir frisch und fröhlich in unserem Hotel Mercure Centrum angekommen und haben das Auto in der Tiefgarage einquartiert. Unsere Zimmer waren leider noch nicht bezugsfertig, aber das hat der guten Stimmung keinen Abbruch getan und so sind wir gleich mal Richtung Zentrum losspaziert, um dort eine erste Kaffeepause einzulegen.
kreatives Eingangstor
Unser erster Besichtigungspunkt war der Martinsdom. Die im gotischen Stil errichtete Hallenkirche ist das größte Kirchengebäude der Stadt und befindet sich am westlichen Rand der Altstadt, am Fuße des Burghügels. Sie ist seit 2008 die Kathedrale des Erzbistums Bratislava.
im Martinsdom
Von dort war es nur noch ein kurzer Aufstieg bis zur Burg. Die Burg Bratislava ist eines der Bildmotive der slowakischen Euromünzen, welche zum 1. Januar 2009 eingeführt wurden. Die Burg ist dabei auf den 10-, 20- und 50-Cent-Münzen zu sehen. Sie ist auch auf der Rückseite des ehemaligen 500-Kronen-Scheins zu sehen.
die 4 Reisegirls
die Burg von Bratislava
Kaum oben angekommen, haben wir dann auch schon erkannt, dass eine Burgbesichtigung leider nicht möglich ist, da uns folgendes Schild begrüßt hat: "open daily except monday". Unverrichteter Dinge sind wir dann leider wieder zurück zum Zentrum und in weiterer Folge zu unserem Hotel spaziert.
ein Teddynerd?
Bedauerlicherweise sind wir dann bei einigen Souvenierständen vorbei gekommen und dort konnten Gisi und ich natürlich nicht widerstehen und einige der kleinen Keramikblümchen haben jetzt einen neuen Besitzer bekommen.
handgemachte Keramikblümchen
Nach erfolgreichem Check-In im Hotel haben wir uns dann das 500m entfernt gelegene Hotel Spirit angesehen. Kein anderes Haus in Bratislava gleicht diesem Hotel auch nur annähernd. Die schon fast verrückte Avantgarde-Außenansicht spielt mit allen Formen und Farben und setzt sich angeblich auch im Inneren fort. Da das Hotel leider geschlossen war, konnten wir nur durch die Fenster das Innere begutachten und was die Sauberkeit betrifft, sind wir sehr froh, dass wir uns nicht dort einquartiert haben.
Hotel Spirit
Danach ging es nochmal zurück in die Altstadt, wo wir von Dagi zu einem Abendessen (sehr leckerer Pizza *schmatz*) eingeladen wurden. Mit vollen Bäuchen stolperten wir dann zurück zum Hotel und dort lassen wir den Abend bei einer gemeinsamen Pyjamasession ausklingen.

Dobrú noc a uvidíme zajtra