Sonntag, 22. Mai 2016

300 Kilometer sind mehr als 8 cm

Um kurz nach 8:00 Uhr sind wir schon beim Frühstück gesessen und dazu können wir nur sagen: es gab alles, was das Herz begehrt. Ich habe sogar Grieskoch mit Benco am reichhaltigen Büffet entdeckt und natürlich auch gleich gegessen.
Um kurz vor 10:00 Uhr haben wir dann unser heutiges Tagesprogramm gestartet und sind mit unserem Flitzer gleich mal nach Sveti Stefan.
Sveti Stefan ist insbesondere bekannt für das malerische gleichnamige Fischerdorf mit Häusern aus dem 15. Jahrhundert. In den 1950er und 1960er Jahren wurde das ganze kleine Dorf zu einer Hotelinsel mit etwa 250 Betten umgebaut. Die Gassen, Dächer und Häuserfassaden haben ihren ursprünglichen Charakter bewahrt. Auch ein Casino war Teil der Anlage, was Sveti Stefan den Namen Adriatisches Monaco verlieh. Etliche Angehörige der High Society, unter ihnen Sophia Loren,Sylvester Stallone und Claudia Schiffer, waren schon zu Gast in Sveti Stefan. Auch Politgrößen, wie Willy BrandtHelmut Kohl und Silvio Berlusconi zählten zu den Gästen.
Sveti Stefan
Leider darf man die kleine Insel ja nur betreten, wenn man ein Hotel gebucht hat und nachdem das billigste Zimmer € 900 für eine Nacht kostet, konnten wir Sveti Stefan nur von der Küstenstraße aus bewundern.
Da unser Reiseführer behauptet hat, dass der Bauernmarkt in Bar einen Ausflug wert ist, sind wir dann direkt dort hin gefahren und mussten recht enttäuscht feststellen, dass dieses Highlight ein Deeplight ist. Aber da wir ja von Grund auf optimistisch sind, haben wir am markt sehr leckere Erdbeeren und Kischen gekauft und uns damit den ganzen Tag versüßt.
Bauernmarkt in Bar
Zu Mittag sind wir dann in Podgorica angekommen und dort im Stadtzentrum einige Zeit herumgeirrt, bis wir ein Restaurant gefunden haben, indem nicht am Sonntag die Küche geschlossen ist. Offenbar wird in Montenegro Sonntag Mittags immer brav zu Hause gegessen :-(
Da Die Hauptstadt selbst keinerlei Sehenswürdigkeiten zu bieten hat, sind wir nach dem Essen direkt weiter zum Kloster Ostrog.
Da laut unserer Ingrid Bar von Podgorica ja nur 8cm entfernt liegt, war die Fahrt ins Kloster mit nur 5cm eine Kurzstrecke. Da hier aber jede Straße nur aus Kurven besteht, ist es dann doch ein kleines bisschen weiter gewesen.
Das Kloster wurde 1656 vom Metropoliten von Hum und der HerzegowinaVasilije Jovanović, gegründet, der bis zu seinem Tod im Jahr 1671 dort lebte. Hier wird der Körper des heiligen Vasilije aufbewahrt. Deswegen wird es jedes Jahr von tausenden Gläubigen besucht.
Kloster Ostrog
Am Heimweg vom Kloster sind wir dann zu einer Straßensperre gekommen, von der niemand wusste, wie lange sie noch dauern wird und da ich ja nicht die geduldigste bin und lieber langsam fahre, als irgendwo sinnlos rumzustehen, haben wir dank der Straßenkarte einen alternativen Weg nach Budvar gefunden.
Auf der Straßenkarte hat es nach einer ganz gewöhnlichen Straße ausgesehen, aber in Wirklichkeit war es nur ein einspuriger Waldweg. Sehr abenteuerlich und mit einigen spannenden Ausweichmanövern bei Gegenverkehr sind wir aber wie geplant wieder auf der Küstenstraße Richtung Budvar angekommen.
abenteuerliche Bundesstraße
Gegen 19:30 sind wir dann im Stadtteil Sveti Stefan angekommen und haben dort auf Veras Wunsch ein typisch montenegrinisches Restaurant gefunden und Vera konnte endlich die lang erträumten Cevapcici genießen. Ein paar Gläschen Wein später habe ich die leicht angeheiterten Damen dann wieder zurück ins Hotel gebracht und so ist auch der heutige Tag wieder mit viel Lachen und vielen neuen Eindrücken und über 300 gefahrenen Kurvenkilometern zu Ende gegangen.

Morgen gehts auf nach Kotor!

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