Sonntag, 25. Oktober 2015

Zwei Eisprinzessinnen im Golfcart

Viel zu früh für ungarische Uhren sind wir heute um kurz vor 9:00 Uhr schon losmarschiert und mussten dann gleich mal feststellen, dass die Bustour erst um 10:00 Uhr startet. Dann sind wir also zu Fuß zum House of Horror geschlendert, welches aber auch erst um 10:00 Uhr öffnet.
Somit sind wir nach einer kurzen Teepause bei Starbucks wieder zu einer Busstation und haben mit dem Pinkbus die heutige Tour begonnen. Nach einer Stunde Busfahrt sind wir dann bei den Schiffsanlegestellen ausgestiegen und haben dort mal eine kurze Shoppingtour gemacht.
Für Magons Neffen sind also die Souvenirs gesichert.
Mit einem (ja, wirklich nur einem kleinen) Sackerl sind wir dann also zur Bootsanlegestelle und mit dem Boot rüber zur Margareteninsel, oder wie sie hier in Budapest heißt zur Margit-sziget.
am Boot
Vom Boot aus hat man einen großartigen Blick auf das wunderschöne Parlamentsgebäude.
Das Parlamentsgebäude, auf deutsch veraltet Reichstag (ungarisch: Országház; wörtlich: Landeshaus), ist der Sitz des ungarischen Parlaments in Budapest. Das 268 Meter lange, direkt am Donauufer gelegene Gebäude ist eines der Wahrzeichen Budapests. Als Vorbild diente der Palace of Westminster, Sitz des britischen Parlaments in London. Architekt des im neogotischen Stil errichteten Gebäudes war Imre Steindl. Die Bauzeit war von 1885 bis 1904.
das Parlamentsgebäude in Budapest
Auf der Insel angekommen haben wir uns ein stylisches Golfcart gemietet, um die 2,5 km lange und 0,5 km breite Insel auf bequeme Art komplett besichtigen zu können. Vom Wasserturm bis zum Zentenariumsdenkmal und einmal quer durch den Rosengarten haben wir alles gesehen.
unser Inselflitzer
Neben dem Musikbrunnen haben wir uns dann ein Bankerl in der Sonne gesucht und dort unseren Mittagssnack zu uns genommen. Heute gab es was Außergewöhnliches: einen Langos mit Mozzarella, Tomate, Rucola und Parmaschinken. Wer das nicht kennt, der muss unbedingt auf die Margit-sziget und diese Leckerei hier verkosten.

Langos namens "Perla"
Um ca. 14:25 sind wir dann wieder aufs Boot und haben die Bootstour rund um die Insel dann fast verschlafen, da uns die Fressnarkose voll erwischt hat.
Wieder an Land auf Pester Seite sind wir zur Markthalle spaziert, um dort angekommen dann festzustellen, dass diese heute - Sonntag - geschlossen hat.
Da wir aber dann gleich ganz in der Nähe der Eisbar waren, haben wir uns bei einem kühlen Drink und einer Umgebungstemperatur von -1°C die gewonnene Zeit vertrieben.
alles aus Eis: Wände, Bänke und Tische
Wieder draußen aus der Bar, ist uns die Außentemperatur von +8°C richtig wohlig warm erschienen.
Nach einem kurzen Spaziergang durch die Fußgängerzone sind wir auch schon wieder in einen Bus gesprungen und wieder ins Burgenviertel gefahren. Dort haben wir uns dann wieder mal einen Baumstriezel als Abendessen gegönnt und sind genüßlich schmatzend bis zum Labyrinth spaziert.
Das Labyrinth ist ein Teil des umfangreichen Höhlensystems unter dem Burggebirge. Man kann es ohne Schwierigkeiten besuchen, denn hier gibt es keine Leiter; während der türkischen Besetzung wurde die Tropfsteinhöhle zum einfachen unterirdischen Tunnelsystem umgebaut. Im zweiten Weltkrieg funktionierte es auch als Zufluchtsort vor Luftangriffen; damals flüchteten so viele Budapester dorthin, dass schließlich Postboten die Briefe auch immer zum Labyrinth brachten.
im unterirdischen Labyrinth unterwegs
Danach haben wir nochmals die Matthiaskirche besucht und von der Fischerbastei aus den nächtlichen Anblick über Pest genossen.
Matthiaskirche bei Nacht
Damit haben wir dann den Tag ausklingen lassen und sind mit der Bustour bis zur letzten Station gefahren und von dort dann zu Fuß zurück zum Hotel geschlendert.

Am elften Dezember 1987 wurde das Panorama am Donauufer und das Burgviertel von der Kommission des Weltkulturerbe /UNESCO/auf die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen. Das Budaer Burgviertel ist einer der romantischsten Teile der Stadt. Es ist ein urtümlicher Stadtteil und eine der bedeutendsten Denkmalgruppe des Landes zugleich. Seit der Gründung sind zwar 800 Jahren vergangen, aber seine Schönheit ist auch heute ungebrochen, egal ob es Erdbeben, Brand, Belagerung oder Weltkrieg gab, seine herrlichen mittelalterlichen Denkmäler blieben bis heute wunderbar erhalten und deshalb haben auch wir uns in diese wunderschöne Stadt verliebt.

Budapest te különleges

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