Samstag, 24. Oktober 2015

zwei 100jährige in Budapest

Pünktlich um 8:00 Uhr starteten Magon und ich unseren Roadtrip nach Budapest. An der Grenze noch schnell eine Vignette gekauft und Geld gewechselt und schon durften wir uns gleich nach der Grenze in den Stau stellen. Kurz nach 11:00 sind wir dann im Hotel Mercure Budapest Metropol angekommen und hatten diesmal das Glück, dass unser Zimmer schon bezugsfertig war, obwohl der Check-In erst ab 14:00 Uhr ist - laut Rezeptionistin Rita lag das nur daran, dass ihr mein Vorname so gut gefällt ;-)

Gleich ums Eck von unserem Hotel ist eine Haltestelle der Buslinie Budapest Sightseeing Hopp-on-hopp-off und somit haben wir uns um 6.000 Forint ein 48-Stunden Ticket gekauft. Uns stehen also in den nächsten 2 Tagen 4 verschiedene Buslinien, 1 Bootstour, 1 geführte Fußtour und 1 Radtour zur Verfügung.
hier werden wir uns rumtreiben
Als erstes sind wir bei der Fischerbastei ausgestiegen. Die Fischerbastei (ungarisch Halászbástya) ist ein von Frigyes Schulek von 1895 bis 1902 errichtetes, neoromanisches Monument. Es erhebt sich auf dem Burgberg an der Stelle des mittelalterlichen Fischmarkts von Buda. Der Name stammt von einer Fischergilde, für die das Monument errichtet wurde. Diese Gilde hatte im Mittelalter diesen Abschnitt der Stadtmauer zu verteidigen. Das skurrile Bauwerk, das mit seinen konischen Türmen an die Zelte der Magyaren erinnern soll, wird als Aussichtsterrasse auf Donau und Pest genutzt.
Fischerbastei
Gleich daneben steht die Matthiaskirche – offiziell Liebfrauenkirche – die erste Kirche auf dem Schlossberg. Sie ist als Teil des UNESCO-Welterbes eingetragen. Hier fanden die Krönungszeremonien von Karl I. Robert von Anjou (1309), Franz Joseph I. (1867) und Karl IV. (1916) statt. Sie ist deshalb auch unter dem Namen „Krönungskirche“ bekannt.
Matthiaskirche
Von dort sind wir dann zu Fuß zum Burgpalast spaziert und haben uns noch vor den Burgtoren einen süßen Mittagssnack gegönnt: einen oder richtigerweise zwei Baumstriezel. Der Baumstriezel (ungarisch Kürtőskalács, rumänisch Colac secuiesc) ist ein aus Hefeteig über offener Feuerstelle gebackener Kuchen mit Ursprung im südöstlichen Siebenbürgen.
Baumstriezel mit Nüssen für Magon und mit Zimt für mich
Der Burgpalast (ungarisch: Budavári palota) auf dem Burgberg im Burgviertel ist das größte Gebäude Ungarns und das wohl bekannteste Gebäude der Hauptstadt. Es nimmt den gesamten Südteil des Burgbergs ein. Das Gebäude ist auch als Königliche Burg (Királyi Vár) bekannt. Die königliche Residenz überragt die Millionenmetropole als das höchstgelegene Gebäude und ist von allen Richtungen in seinen ganzen Ausmaßen gut zu erkennen. Die Geschichte des Burgpalastes reicht bis in die Anfänge des 13. Jahrhunderts zurück, als König Béla der IV. hier eine Burg errichten ließ. Ab dieser Zeit war der Palast Residenz der ungarischen Könige. In den Jahrhunderten danach hinterließ jede Herrscher- und Stilepoche ihre Spuren an dem Gebäudekomplex.
der Burgpalast
Einmal durch den Palast und eine Runde rundherum und schon waren wir wieder bei einer Haltestelle und sind mit dem nächsten Bus zur Zitadelle gefahren. Die Zitadelle auf der Spitze des Gellértberges ist ein Festungsbau. Er wurde aus den Erfahrungen der Märzrevolution 1848/49 heraus errichtet, als der Ungarische Reichstag seine Unabhängigkeit vom Hause Habsburg-Lothringen erklärte und die Republik ausrief, woraufhin die österreichische Armee unter Beistand von russischen und kroatischen Truppen eingriff und den Aufstand niederschlug. Heute gehört die Zitadelle zum UNESCO-Weltkulturerbe. Direkt vor der Zitadelle steht die ungarische Freiheitsstatue. Sie ist die größte aus einer Gruppe von drei Bronzestatuen, die 1947 zu Ehren der Soldaten, die das Land im Zweiten Weltkrieg befreiten, errichtet wurden.
die Freiheitsstatue
Von dort sind wir dann schon ziemlich müde die Bus-Route bis zum Ostbahnhof gefahren und im Bus sind uns dann beiden schon fast die Augen zugefallen. Somit haben wir entschieden, dass wir uns den Bahnhof noch ansehen und dann eine Abendessenspause einlegen.
Ostbahnhof
Nach einem schnellen Abendessen beim goldenen M, das laut Magon auch ein "gesundes Essen" war (wir haben einen Libaburger mit Rindfleisch, karamellisierten Zwiebeln, Roten Rüben und Vogerlsalat gegessen), haben wir uns dann eingestanden, dass wir alt werden und aufgrund der um uns bereits eingesetzten Dunkelheit den heutigen Tag für abgeschlossen erklärt. Somit sind wir zwei 100jährigen um 18:30 Uhr im Hotel eingetroffen und werden uns ziemlich sicher um 21:00 schon in der Tiefschlafphase befinden.

Jó éjszakát

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