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Montag, 4. Mai 2015

vom Winde verweht

Der heutige Tag startete , wie immer, mit dem Frühstück für die Esel und uns. Hier in Spanien wird ja frühestens um 9:00 Uhr gefrühstückt, was für uns natürliche eine morgendliche Hungersphase auslöst. Aber heute konnten wir die Besitzerin der kleinen Posada schon zu einem Frühstück um 8:30 überreden :-)
Um 10:00 Uhr waren dann die 4 Wanderer startklar und auch die Esel fertig geputzt und mit den Packtaschen versehen. Die ersten 3 Kilometer haben wir gut gelaunt zurückgelegt und dann kam der schlimmste Teil des heutigen Tages: ein Hochplateau bei stürmischem Wind - und das für eine Strecke von 3 Kilometer - hierzu fallen mir jede Menge Adjektive ein, die unsere Laune dazu beschreiben würden, aber keines davon ist jugendfrei :-(
Danach ging es wieder in ein kleines Tal und dort haben wir dann hinter einem Windschutzgürtel eine kurze Pause eingelegt. Wir waren fest davon überzeugt, dass uns heute nichts mehr passieren kann. Aber, wie so oft im Leben, kam kurz darauf die nächste Herausforderung auf uns zu. Diesmal nicht vom Wetter, sondern von den Eseln.
Rosi rastet völlig aus, wenn Kühe neben ihr auf der Weide laufen! Diese Info hätte man uns halt auch schon bei der Eselübergabe geben können, aber dann wäre der Überraschungsmoment ja nicht annähernd so schön gewesen. Nach einem knapp 20-minütigen Kampf mit ihr und einige Brandblasen auf den Fingern später, hat sie sich aber wieder beruhigt und ich konnte Chris wieder den Strick mit einer entspannten Rosi übergeben.
Chris und Rosi am Weg nach Pedraza
Unsere heutige Route von 13,8 Kilometern führt uns in ein kleines Bergdorf namens Pedraza. Dort finden wir auch schnell unser Hotel Hosteria Del Arco.

im Bergdorf angekommen
Im Hotel haben wir uns zuerst eine regenerierende Dusche gegönnt und dann für 2 Stunden Siesta gehalten. Um halb sechs sind wir zu einem Spaziergang durch Pedraza aufgebrochen.
leere Gassen in Pedraza
 Montag ist in ganz Pedraza Ruhetag und somit konnten wir weder etwas einkaufen, noch irgendwelche Sehenswürdigkeiten besuchen. Stattdessen sind wir durch leere Gassen wandert - wie in einem Geisterdorf *spooky*
Plaza Major - Hauptplatz
Unsere kleinen Eselfreunde sind heute leider mehr schlecht als recht untergebracht. Leider können wir das heute auch nicht mehr ändern, aber wir werden ganz sicher eine Beschwerde an die Reiseagentur schreiben und denen mitteilen, wie so ein Eselquartier auszusehen hat!! Sie müssen in einem Hinterhof angebunden wohnen, ohne Unterstand und ohne Heu. Nicht mal der Mist der letzten Eselbewohner wurde entfernt :-(
Auch der Esel der beiden Engländerinnen, welche die selbe Route gehen wie wir, hat laut Unterkunftgeber ausreichend Platz. Wir sind einfach nur traurig über diese Situation, aber eine kurzfristige Lösung gibt es leider nicht - *schnief*
Vielleicht bringt ja ein Beschwerdebrief etwas, damit die Situation hier langfristig verbessert wird.
arme Eselbande
Wir hoffen, dass unsere Esel-Freunde die Nacht unbeschadet überstehen und freuen uns schon auf unseren letzten Wandertag.

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