Donnerstag, 7. Mai 2015

HopOn HopOff hat viel zu bieten

Nach einer sehr ruhigen Nacht und einem ausgiebigen Frühstück starteten wir um 9:30 unsere Tagestour. Wir haben uns für ein 2-Tagesticket der CityTour entschieden, da wir so mehr von der Stadt sehen, als beim Ubahnfahren. Nur wenige Gehminuten von unserem Hotel ist eine Haltestellestelle und von dort sind wir dann mit der Route 1 ganze 1 1/2 Stunden einmal die gesamte Linie abgefahren und haben uns mit Kopfhörern im Ohr recht vieles über Madrid erzählen lassen.

der CityTour Bus bietet eine tolle Variante der Stadtbesichtigung
Bei der zweiten Runde sind wir dann am Platz Puerta del Sol ausgestiegen und zu Fuß weiter marschiert. Plaza de la Puerta del Sol, der Mittelpunkt der Stadt und ganz Spaniens: hier befindet sich der Kilómetro Cero, der traditionelle Ausgangspunkt der sechs radialen Nationalstraßen. Auf diesem Platz befindet sich auch das Wahrzeichen der Stadt. Das Wappen der Stadt Madrid zeigt einen Braunbären, der sich gegen einen Erdbeerbaum reckt. Eine mögliche Deutung dieser Symbolik ist die Einigkeit und Bedeutung von Klerus (dargestellt durch den Baum) und Adel (der Bär), die im Mittelalter das Land in und um Madrid zwischen sich aufgeteilt haben. Es findet sich auch im Wappen des Fußballvereins Atlético Madrid wieder.
Bär und Erdbeerbaum
Dort haben wir uns dann aufgrund unterschiedlicher Interessen und angestrebter Sehenswürdigkeiten aufgeteilt. Magon und ich sind zu Fuß über den Plaza Major "Hauptplatz" direkt zu einer kleinen Markthalle, wo wir uns ein paar Tapas als Mittagssnack gegönnt haben. Die Plaza Mayor wurde im 15. Jahrhundert als Marktplatz angelegt und ist bis heute der lebendigste Platz der Stadt. Er befindet sich im Zentrum der Altstadt und ist ein rechteckiger, einheitlich geschlossener, autofreier Platz.
Markthalle neben dem Plaza Major
Da wir dann mit vollem Magen ein wenig gehfaul waren, sind wir bei der nächstgelegenen Haltestelle wieder in den CityTour Bus gestiegen und bis zum Bahnhof Atocha gefahren. Die alte Bahnhofshalle ist berühmt für ihre große Dachkonstruktion aus Gusseisen und Glas, die zwischen 1888 und 1892 im Jugendstil erbaut wurde. Seit 1992 südlich davon der neue Bahnhof in Betrieb genommen wurde, befindet sich unter dem riesigen Gewölbe der alten Bahnhofshalle ein tropischer Palmengarten, der als Wartehalle und Treffpunkt genutzt wird
Palmengarten im Bahnhof Atocha
Da wir heute strahlenden Sonnenschein und 28°C hatten, sind wir dann direkt weiter marschiert in den Retiro Parks. Der Park kam nach dem Sturz Isabellas II. im Jahr 1868 in den Besitz der Stadt, die ihn nun ganz der Öffentlichkeit zugänglich machte, erweiterte und in einen Volkspark mit nationalem Anspruch verwandelte. Jetzt laufen, radeln, rollern und rudern hunderte Madrider im Park herum.
künstlich angelegter See mit Ruderbootsverleih im Retiro Park
Einmal quer durch den Park und noch ein paar Meter weiter sind wir auch schon am Plaza de Colón, welcher Christoph Kolumbus gewidmet wurde, angekommen.
Kolumbus-Statue am Plaza de Colón
Von dort sind wir wieder mit dem CityTour Bus zurück zum Teatro Real, der Oper, um dort dann nach einem kurzen Zwischenstopp im Delikatessenladen - leckere Mitbringsel für eine spanische Jause für die Daheimgebliebenen kaufen - eine Erholungspause im Hotel zu genießen. Auf der Terrasse in der Sonne sitzend haben wir den Opernarien von nebenan gelauscht  - Magon hat entweder ganz konzentriert zugehört, oder ein Nickerchen gemacht - ich will ihr da jetzt nichts unterstellen *grins*. Hinter der Oper werden jeden Nachmittag so gegen 18 Uhr Ausschnitte aus Opern auf einer Videowand für jedermann übertragen.
Gegen 20 Uhr sind wir dann wieder gemeinsam mit Chris und Lu ganz gemütlich zum Abendessen aufgebrochen. Beim Abendessen gab es dann einen regen Austausch über das heute erlebte, während wir uns ein 9-gängiges Tapasmenü einverleibt haben. Hoffentlich rollen wir heute Nacht nicht aus den Betten ;-)

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