Mittwoch, 7. Mai 2014

Planschen mit der Elefantenomi

Um 7:30 fuhren wir los zum Elefantenwaisenhaus. Bei einem kurzen Zwischenstopp wurden schnell ein paar Bananen für die Elefanten gekauft. Nach ein bisschen mehr als einer Stunde Fahrt sind wir auch schon im Waisenhaus in Pinnawela angekommen. Das Elefantenwaisenhaus wurde 1975 auf einer ehemaligen Kokosplantage in unmittelbarer Nähe zum Maha Oya Fluss gegründet.Weltweit gibt es nur wenige solcher Einrichtungen für Elefanten, das Pinnawela Elephant Orphanage ist dabei das größte und bekannteste.
Im Waisenhaus werden die Tiere von speziell ausgebildeten Pflegern betreut. Sie bekommen die nötige Pflege und eine für sie gute Ernährung. Falls man jetzt meint, dass die Elefanten hier domestiziert werden - Ja dann hat man recht, aber die Tiere leben in Freigehegen, dürfen täglich in den Fluss zum Baden und sie sind alle kugelrund gefüttert. Auch viele Tiere, wie zum Beispiel unsere Sportpferde in Europa, wären froh, hätten sie die Freiheiten, die diese Elefanten hier haben. Mein Mister C kann sich glücklich schätzen in seinem derzeitigen Zuhause auch richtig Pferd sein zu dürfen und den ganzen Tag mit seinen Freunden auf der Koppel zu stehen und zu mampfen.
Aber zurück zu den Elefanten von Pinnawela.
Magon und ich waren zuerst im Freigehe und hatten dort gehörigen Respekt vor den Dickhäutern - ganz schön riesig die grauen Freunde
Dickhäuter im Freigehege
Das Elefantenwaisenhaus hilft den vielen verwaisten und auch verletzten Dickhäutern in der Umgebung. Früher war es nur gedacht, um verlassene Elefantenbabys aufzuziehen, doch das änderte sich schnell. Auch die kranken und verletzten Tiere finden hier Hilfe.
Zur Zeit leben bereits mehr als 70 Elefanten hier. Untergebracht sind diese in einem großen Freigehege, in dem sich der Besucher frei bewegen kann und Magon und ich waren ohne Trennwand und Sicherheitszäunen mitten drinnen.
Dann waren wir aber natürlich auch neugierig auf die beiden Kleinsten. Derzeit werden 2 Elefantenbabys dort mit der Flasche aufgezogen. Wir durften die kleinen Süßen auch streicheln und ihnen ein Fläschchen geben - 1 Fläschchen enthält ca. 1 1/2 Liter Milch und ist in knapp 5 Sekunden ausgetrunken - ganz schön durstige Gesellen :-)

die beiden Kleinsten
Danach sind wir zum Fluss spaziert und hatten dort ein für uns doch sehr außergewöhnliches Erlebnis. Wir durften mit einer 68jährigen Elefantenomi gemeinsam Planschen und ihr persönlich unsere Bananen füttern. Zu Beginn hielten wir doch recht großen Sicherheitsabstand - noch dazu war nicht nur die Omi barfuß, sondern Magon und ich auch - und unsere Füßchen zitterten schon wieder ;-)
Nach ein paar Minuten haben wir aber Vertrauen zu ihr und den Pflegern gefasst und sind rein ins erfrischende Nass. Bei einer Lufttemperatur von 33°C eine erfreuliche Abkühlung :-)

Magon und ich bei der Elefantenomi im Fluss
Die Omi ließ sich dann recht zufrieden von uns mit Wasser bespritzen und auch wir genossen das gemeinsame Erlebnis.
Ein paar Minuten später kam dann fast die gesamte Elefantenherde zum Fluss und wir begaben uns auf die sichere Aussichtsplattform und schauten den Dickhäutern beim Spielen zu.

Die grauen Freunde beim Baden
ein bisschen Posen für die Touristen wird unaufgefordert erledigt
Schweren Herzens haben wir uns dann von den Dickhäutern verabschiedet und sind zurück zum Auto spaziert. Unterwegs haben wir noch ein paar Souvenirs erstanden und sind dann in den botanischen Garten nach Peradeniya gefahren. Dort erwarteten uns gleich die nächsten für uns doch ungewöhnlichen Artgenossen - Flughunde soweit das Auge reicht.

Flughunde in Schlafposition
Leider begann es, kaum am hintersten Ende des Parks angekommen, wieder mal zu regnen und so sind wir den Rückweg im warmen Monsunregen gewandert. Wir haben natürlich trotzdem die Flora bewundert.
Riesenbambus
Heute sind wir schon am frühen Nachmittag wieder im Hotel und verbringen ein paar Ruhestunden. Unser Hotel hier in Kandy liegt auf einem Hügel über der Stadt und so können wir die Aussicht auch direkt aus dem Bett genießen.
Wir freuen uns schon auf das Abendessen :-) - gestern bekamen wir ein vorzügliches 5-Gang Menü in Hauben Qualität und aufgrund von einem Missverständnis durften wir 2 Desserts verspeisen :-)
Mal schauen, was uns heute Leckeres erwartet - glücklicherweise haben wir Hosen mit Gummibund mit ;-)

Morgen werden wir Kandy verlassen und unsere Tour durch Sri Lanka fortsetzen!

1 Kommentar:

  1. Die Pflanze hat sich aber viel vorgenommen, wenn das ihre zukunft sein soll. Wäre aber praktisch, wenn sie im Büro Früchte trägt.. Mahlzeit!

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