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Samstag, 6. Dezember 2014

von Victoria zu Popeye

Als brave Frühaufsteher haben wir heute schon um kurz vor 8:00 in der Hauptstraße ein kontinentales Frühstück im Freien genossen und waren um kurz vor 9:00 schon am Busbahnhof, von wo wir die Reise nach Gozo angetreten sind. Nach 1 1/2 Stunden Busfahrt sind wir auch schon bei der Fähre angekommen und hatten auch Glück und durften direkt einsteigen - ganz ohne Wartezeit.

Fähre nach Gozo
Auf Gozo angekommen fuhren wir ebenfalls mit dem öffentlichen Bus direkt nach Victoria. Auch in Victoria jagt eine Baustelle die andere. Überall auf Malta werden Straßen und Gebäude renoviert. Vielleicht aufgrund dessen, dass Valletta 2018 die Kulturhauptstadt Europas ist.
Als Erstes besuchten wir die Kathedrale Maria Himmelfahrt.
Die Kathedrale auf der Insel Gozo befindet sich innerhalb der Zitadelle und ist die Bischofskirche des Bistums Gozo, welches die Inseln Gozo und Comino umfasst. Sie wurde zwischen 1697 und 1711 nach Entwürfen des maltesischen Barockbaumeisters Lorenzo Gafà erbaut. Er erbaute auch die Kathedrale von Mdina. Sie bildet die Form eines Lateinischen Kreuzes. Als Baumaterial diente örtlicher Kalkstein. Im Glockenturm befinden sich fünf Glocken. Die Kirche ist schmuckvoll ausgestattet, unter anderem mit einer Statue der Maria. An der Decke befindet sich ein Trompe-l’œil-Gemälde, welches das Innere einer Kuppel zeigt, die aber nie gebaut wurde. Tatsächlich ist diese Decke daher flach. An ihrer Stelle stand zuvor ein römischer Tempel, der Jupiter gewidmet war.
Kathedrale Maria Himmelfahrt
Danach haben wir noch das "Old prison" besichtigt und auch den Ausblick über ganz Gozo von der Zitadelle aus genossen.
Gefangener im "old prison"
Am Weg zurück zur Fähre haben wir noch einen kurzen Stopp beim Dom eingelegt. Leider hatte dieser geschlossen und so haben wir vor dem Dom ein verspätetes Mittagessen eingenommen, und so die Zeit bis zum nächsten Bus optimal ausgenutzt.
Wieder zurück auf der Insel Malta, haben wir die örtliche Nähe zu Popeye Village ausgenutzt und einen kurzen Abstecher in die Welt von Walt Disney gemacht.

Popeye - der Seemann
Popeye Village, auch bekannt als Sweethaven Village, ist eine Kulissenstadt, die der Regisseur Robert Altman 1979 für den Film Popeye – Der Seemann mit dem harten Schlag aufbauen ließ. Heute wird der Ort als Freizeitpark genutzt. Der Ort befindet sich etwa zwei Kilometer westlich der  Stadt Mellieħa, im Nordwesten der Insel Malta am Ufer der Anchor Bay. Mit dem Bau wurde 1979 begonnen, und es dauerte etwa sieben Monate, bis der Ort mit 19 Holzhäusern, Wegen und Hafenanlagen fertiggestellt war. Der Ort blieb nach dem Filmdreh erhalten und wird heute als Popeye Village Fun Park genutzt. Der Park ist jeden Tag der Woche geöffnet und bietet neben den charakteristischen Häusern auch Shows und Bootstouren auf der Anchor Bay. In einigen Häusern sind verschiedene Requisiten des Films ausgestellt. Im Kino mit etwa 40 Sitzplätzen in der Ortsmitte informiert ein Film die Besucher über den Kulissenbau und den Filmdreh.

Popeye Village
In weihnachtlicher Popeyelaune gings dann wieder 1 1/2 Stunden mit dem Bus zurück nach Valletta, wo wir nur noch einen kurzen Aufenthalt beim goldenen M hatten. Das war der absolut schlimmste Besuch einer Mc-Filiale, den Magon und ich bisher erleben durften. 5 geöffnete Kassen haben nicht, wie wir es von Österreich kennen, 5 Warteschlangen, sondern eine Traube voller Leute und bedient wird der, der am lautesten schreit, auch wenn er ganz hinten steht :-(. Drängeln und Schubsen gehört natürlich auch dazu und wer seine Ellbogen nicht einzusetzen weiß, wird sicher stundenlang nicht zu seinem Essen kommen. Da Magon und ich aber durchaus anpassungsfähig sind, haben wir uns unser Abendessen erkämpft und sind anschließend kampfesmüde in die Casa Cornelia spaziert.

Kaum angekommen, läutete auch schon die Polizei an die Türe .... aber nicht was man jetzt glauben mag, wegen zu viel Körpereinsatz bei der Futterbeschaffung ... nein, wegen einer kleinen weinenden Chinesin, die angeblich hier ein Zimmer gebucht hat und keinen Zugangscode gemailt bekommen hat. Lange Rede, kurzes Ende: wir haben den Code nicht weitergegeben und die Chinesin ist mit der Polizei aufs Revier mitgegangen.

Genug Aufregung für einen Tag und wir freuen uns schon auf alles, was wir morgen erleben dürfen :-)

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