Montag, 26. Oktober 2015

eine letzte Tour durch die Stadt und ab nach Hause

Heute waren wir schon etwas klüger uns sind um kurz vor 9:00 Uhr zu Fuß zum Heldenplatz marschiert. Auf dem Heldenplatz (ungarisch: Hősök tere) in der ungarischen Hauptstadt Budapest dominieren das Millenniums- und das Heldendenkmal, umgeben von der Kolonnade. Zu finden ist der Platz im Stadtteil Pest. Dort markiert er den Beginn der Andrássy út und ist das Tor zum Stadtwäldchen (Városliget), das sich mit seinen Alleen direkt hinter dem Platz erstreckt. Zur Rechten und Linken säumen Kunstmuseen den Heldenplatz. Der Heldenplatz ist Weltkulturerbe der UNESCO.
Heldenplatz
Von dort sind wir dann mit dem ersten Bus des Tages wieder Richtung Zentrum gefahren und zur Markthalle spaziert. Vor der Halle haben wir uns noch im Café Anna einen Cappuccino einen Tee gegönnt.
Markthalle
In der Markthalle gab es jede Menge leckerer Köstlichkeiten, aber Magon und ich konnten problemlos widerstehen und sind mit leeren Händen wieder zum Hotel spaziert.
ungarische Spezialitäten
Auf den Rat eines Arbeitskollegen haben wir uns dann am Heimweg in einem Supermarkt noch mit typisch ungarischen Süßigkeiten eingedeckt.
lecker schmecker
Wie die Leckereien schmecken werden wir hier allerdings nicht verraten. Die muss jeder selbst verkosten :-)

Unser Fazit zu Budapest:
  1. eine wunderschöne Stadt, die jeder gesehen haben muss
  2. bei ungarischen Männern ist die Jogginghose immer noch sehr beliebt - leider :-(
  3. vor 10:00 Uhr sind in Budapest die Gehsteige noch hochgeklappt - also nichts für Frühaufsteher

Sonntag, 25. Oktober 2015

Zwei Eisprinzessinnen im Golfcart

Viel zu früh für ungarische Uhren sind wir heute um kurz vor 9:00 Uhr schon losmarschiert und mussten dann gleich mal feststellen, dass die Bustour erst um 10:00 Uhr startet. Dann sind wir also zu Fuß zum House of Horror geschlendert, welches aber auch erst um 10:00 Uhr öffnet.
Somit sind wir nach einer kurzen Teepause bei Starbucks wieder zu einer Busstation und haben mit dem Pinkbus die heutige Tour begonnen. Nach einer Stunde Busfahrt sind wir dann bei den Schiffsanlegestellen ausgestiegen und haben dort mal eine kurze Shoppingtour gemacht.
Für Magons Neffen sind also die Souvenirs gesichert.
Mit einem (ja, wirklich nur einem kleinen) Sackerl sind wir dann also zur Bootsanlegestelle und mit dem Boot rüber zur Margareteninsel, oder wie sie hier in Budapest heißt zur Margit-sziget.
am Boot
Vom Boot aus hat man einen großartigen Blick auf das wunderschöne Parlamentsgebäude.
Das Parlamentsgebäude, auf deutsch veraltet Reichstag (ungarisch: Országház; wörtlich: Landeshaus), ist der Sitz des ungarischen Parlaments in Budapest. Das 268 Meter lange, direkt am Donauufer gelegene Gebäude ist eines der Wahrzeichen Budapests. Als Vorbild diente der Palace of Westminster, Sitz des britischen Parlaments in London. Architekt des im neogotischen Stil errichteten Gebäudes war Imre Steindl. Die Bauzeit war von 1885 bis 1904.
das Parlamentsgebäude in Budapest
Auf der Insel angekommen haben wir uns ein stylisches Golfcart gemietet, um die 2,5 km lange und 0,5 km breite Insel auf bequeme Art komplett besichtigen zu können. Vom Wasserturm bis zum Zentenariumsdenkmal und einmal quer durch den Rosengarten haben wir alles gesehen.
unser Inselflitzer
Neben dem Musikbrunnen haben wir uns dann ein Bankerl in der Sonne gesucht und dort unseren Mittagssnack zu uns genommen. Heute gab es was Außergewöhnliches: einen Langos mit Mozzarella, Tomate, Rucola und Parmaschinken. Wer das nicht kennt, der muss unbedingt auf die Margit-sziget und diese Leckerei hier verkosten.

Langos namens "Perla"
Um ca. 14:25 sind wir dann wieder aufs Boot und haben die Bootstour rund um die Insel dann fast verschlafen, da uns die Fressnarkose voll erwischt hat.
Wieder an Land auf Pester Seite sind wir zur Markthalle spaziert, um dort angekommen dann festzustellen, dass diese heute - Sonntag - geschlossen hat.
Da wir aber dann gleich ganz in der Nähe der Eisbar waren, haben wir uns bei einem kühlen Drink und einer Umgebungstemperatur von -1°C die gewonnene Zeit vertrieben.
alles aus Eis: Wände, Bänke und Tische
Wieder draußen aus der Bar, ist uns die Außentemperatur von +8°C richtig wohlig warm erschienen.
Nach einem kurzen Spaziergang durch die Fußgängerzone sind wir auch schon wieder in einen Bus gesprungen und wieder ins Burgenviertel gefahren. Dort haben wir uns dann wieder mal einen Baumstriezel als Abendessen gegönnt und sind genüßlich schmatzend bis zum Labyrinth spaziert.
Das Labyrinth ist ein Teil des umfangreichen Höhlensystems unter dem Burggebirge. Man kann es ohne Schwierigkeiten besuchen, denn hier gibt es keine Leiter; während der türkischen Besetzung wurde die Tropfsteinhöhle zum einfachen unterirdischen Tunnelsystem umgebaut. Im zweiten Weltkrieg funktionierte es auch als Zufluchtsort vor Luftangriffen; damals flüchteten so viele Budapester dorthin, dass schließlich Postboten die Briefe auch immer zum Labyrinth brachten.
im unterirdischen Labyrinth unterwegs
Danach haben wir nochmals die Matthiaskirche besucht und von der Fischerbastei aus den nächtlichen Anblick über Pest genossen.
Matthiaskirche bei Nacht
Damit haben wir dann den Tag ausklingen lassen und sind mit der Bustour bis zur letzten Station gefahren und von dort dann zu Fuß zurück zum Hotel geschlendert.

Am elften Dezember 1987 wurde das Panorama am Donauufer und das Burgviertel von der Kommission des Weltkulturerbe /UNESCO/auf die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen. Das Budaer Burgviertel ist einer der romantischsten Teile der Stadt. Es ist ein urtümlicher Stadtteil und eine der bedeutendsten Denkmalgruppe des Landes zugleich. Seit der Gründung sind zwar 800 Jahren vergangen, aber seine Schönheit ist auch heute ungebrochen, egal ob es Erdbeben, Brand, Belagerung oder Weltkrieg gab, seine herrlichen mittelalterlichen Denkmäler blieben bis heute wunderbar erhalten und deshalb haben auch wir uns in diese wunderschöne Stadt verliebt.

Budapest te különleges

Samstag, 24. Oktober 2015

zwei 100jährige in Budapest

Pünktlich um 8:00 Uhr starteten Magon und ich unseren Roadtrip nach Budapest. An der Grenze noch schnell eine Vignette gekauft und Geld gewechselt und schon durften wir uns gleich nach der Grenze in den Stau stellen. Kurz nach 11:00 sind wir dann im Hotel Mercure Budapest Metropol angekommen und hatten diesmal das Glück, dass unser Zimmer schon bezugsfertig war, obwohl der Check-In erst ab 14:00 Uhr ist - laut Rezeptionistin Rita lag das nur daran, dass ihr mein Vorname so gut gefällt ;-)

Gleich ums Eck von unserem Hotel ist eine Haltestelle der Buslinie Budapest Sightseeing Hopp-on-hopp-off und somit haben wir uns um 6.000 Forint ein 48-Stunden Ticket gekauft. Uns stehen also in den nächsten 2 Tagen 4 verschiedene Buslinien, 1 Bootstour, 1 geführte Fußtour und 1 Radtour zur Verfügung.
hier werden wir uns rumtreiben
Als erstes sind wir bei der Fischerbastei ausgestiegen. Die Fischerbastei (ungarisch Halászbástya) ist ein von Frigyes Schulek von 1895 bis 1902 errichtetes, neoromanisches Monument. Es erhebt sich auf dem Burgberg an der Stelle des mittelalterlichen Fischmarkts von Buda. Der Name stammt von einer Fischergilde, für die das Monument errichtet wurde. Diese Gilde hatte im Mittelalter diesen Abschnitt der Stadtmauer zu verteidigen. Das skurrile Bauwerk, das mit seinen konischen Türmen an die Zelte der Magyaren erinnern soll, wird als Aussichtsterrasse auf Donau und Pest genutzt.
Fischerbastei
Gleich daneben steht die Matthiaskirche – offiziell Liebfrauenkirche – die erste Kirche auf dem Schlossberg. Sie ist als Teil des UNESCO-Welterbes eingetragen. Hier fanden die Krönungszeremonien von Karl I. Robert von Anjou (1309), Franz Joseph I. (1867) und Karl IV. (1916) statt. Sie ist deshalb auch unter dem Namen „Krönungskirche“ bekannt.
Matthiaskirche
Von dort sind wir dann zu Fuß zum Burgpalast spaziert und haben uns noch vor den Burgtoren einen süßen Mittagssnack gegönnt: einen oder richtigerweise zwei Baumstriezel. Der Baumstriezel (ungarisch Kürtőskalács, rumänisch Colac secuiesc) ist ein aus Hefeteig über offener Feuerstelle gebackener Kuchen mit Ursprung im südöstlichen Siebenbürgen.
Baumstriezel mit Nüssen für Magon und mit Zimt für mich
Der Burgpalast (ungarisch: Budavári palota) auf dem Burgberg im Burgviertel ist das größte Gebäude Ungarns und das wohl bekannteste Gebäude der Hauptstadt. Es nimmt den gesamten Südteil des Burgbergs ein. Das Gebäude ist auch als Königliche Burg (Királyi Vár) bekannt. Die königliche Residenz überragt die Millionenmetropole als das höchstgelegene Gebäude und ist von allen Richtungen in seinen ganzen Ausmaßen gut zu erkennen. Die Geschichte des Burgpalastes reicht bis in die Anfänge des 13. Jahrhunderts zurück, als König Béla der IV. hier eine Burg errichten ließ. Ab dieser Zeit war der Palast Residenz der ungarischen Könige. In den Jahrhunderten danach hinterließ jede Herrscher- und Stilepoche ihre Spuren an dem Gebäudekomplex.
der Burgpalast
Einmal durch den Palast und eine Runde rundherum und schon waren wir wieder bei einer Haltestelle und sind mit dem nächsten Bus zur Zitadelle gefahren. Die Zitadelle auf der Spitze des Gellértberges ist ein Festungsbau. Er wurde aus den Erfahrungen der Märzrevolution 1848/49 heraus errichtet, als der Ungarische Reichstag seine Unabhängigkeit vom Hause Habsburg-Lothringen erklärte und die Republik ausrief, woraufhin die österreichische Armee unter Beistand von russischen und kroatischen Truppen eingriff und den Aufstand niederschlug. Heute gehört die Zitadelle zum UNESCO-Weltkulturerbe. Direkt vor der Zitadelle steht die ungarische Freiheitsstatue. Sie ist die größte aus einer Gruppe von drei Bronzestatuen, die 1947 zu Ehren der Soldaten, die das Land im Zweiten Weltkrieg befreiten, errichtet wurden.
die Freiheitsstatue
Von dort sind wir dann schon ziemlich müde die Bus-Route bis zum Ostbahnhof gefahren und im Bus sind uns dann beiden schon fast die Augen zugefallen. Somit haben wir entschieden, dass wir uns den Bahnhof noch ansehen und dann eine Abendessenspause einlegen.
Ostbahnhof
Nach einem schnellen Abendessen beim goldenen M, das laut Magon auch ein "gesundes Essen" war (wir haben einen Libaburger mit Rindfleisch, karamellisierten Zwiebeln, Roten Rüben und Vogerlsalat gegessen), haben wir uns dann eingestanden, dass wir alt werden und aufgrund der um uns bereits eingesetzten Dunkelheit den heutigen Tag für abgeschlossen erklärt. Somit sind wir zwei 100jährigen um 18:30 Uhr im Hotel eingetroffen und werden uns ziemlich sicher um 21:00 schon in der Tiefschlafphase befinden.

Jó éjszakát