Sonntag, 10. Mai 2015

und schon sagen wir wieder Adios

Da wir ja am Samstag auch noch bis 17 Uhr Zeit hatten bevor es zum Flughafen ging, sind wir noch zu Fuß zu einer letzten Tour aufgebrochen. Zuerst waren wir beim Tempel von Debod gewesen. Der Tempel von Debod ist ein altägyptisch-unternubischer Tempel, der in Madrid wiederaufgebaut wurde. Er stand ursprünglich 15 Km südlich von Philae an den Ufern des Nils in der Nähe des ersten Nil-Kataraktes in unmittelbarer Nähe von Debod.Da fragt man sich doch, warum dieser Tempel jetzt mitten in Madrid steht.
Der Bau des Assuan-Staudamms im Jahr 1960 brachte eine Reihe archäologischer Monumente der Nilregion in Gefahr geflutet zu werden. Daher erließ die UNESCO einen internationalen Aufruf zur Rettung des einzigartigen Kulturerbes im südlichen Ägypten. Zur Anerkennung der Hilfe Spaniens bei der Rettung des Tempels von Abu Simbel schenkte die ägyptische Regierung den Tempel von Debod im Jahre 1968 an Spanien.
Tempel von Debod
Von dort sind wir dann zum Plaza de España am westlichen Ende der Gran Vía, ein großer Platz im Stile der 1920er Jahre mit früher Hochhausarchitektur.
Cervantes Denkmal auf der Plaza de España

Von dort sind wir dann weiter zum Mercado de San Miguel und haben uns dort eine Kleinigkeit zum Mittagessen geholt. Dieser Markt wird uns wirklich fehlen, wenn wir wieder zu Hause sind.

Kermit in the City
Das letzte Highlight in Madrid war dann ein leckeres Eis am Plaza de Sol. *schmatz*
leckeres Eis zum Abschied
Pünktlich um 17 Uhr sind wir dann vor dem Hotel vom Taxi abgeholt worden und mussten eine haarsträubende Fahrt zum Flughafen über uns ergehen lassen - 150km/h in einer 80km/h-Zone war noch das geringste Vergehen :-(

So geht wieder ein toller Urlaub zu Ende.
Unser Fazit:
  1. In Spanien muss man spanisch können, um sich verständigen zu können
  2. Lu braucht mehrmals täglich ein Heißgetränk
  3. Eselwandern ist anstrengender, als man glaubt
  4. Madrid ist eine sehr sympathische pulsierende Stadt
  5. Magon und ich sind schon ein perfektes Urlaubsteam


Freitag, 8. Mai 2015

das Runde muss ins Eckige, oder?

Am heutigen Tag sind wir ganz ähnlich gestartet wie gestern. Wir sind in den CityTour Bus in die Route 2 eingestiegen und mal eine ganze Runde damit gefahren.
in der ersten Reihe im Doppeldeckerbus
Bei der zweiten Runde sind wir dann beim Fußballstadion Estadio Santiago Bernabéu ausgestiegen. Das Estadio Santiago Bernabéu ist das nach Santiago Bernabéu (1895–1978) benannte Fußballstadion des spanischen Vereins Real Madrid. Seit der letzten Modernisierung im Jahr 2011 fasst es 85.454 Zuschauer. Es ist ein Stadion der Kategorie 4, der höchsten Klasse gemäß der Einstufung des Europäischen Fußballverbandes.
Estadio Santiago Bernabéu von ziemlich weit oben
Und weil wir ja von Natur aus recht neugierig sind, haben wir uns ein Ticket für die Tour durch das Stadion geleistet. Wir durften von ganz oben bis hinunter in die Spielerkabinen und zu den Trainerplätzen direkt am Spielfeldrand. Auch wenn man kein Fußballfan ist, spürt man im gesamten Stadion die Faszination, die dieser Sport ausstrahlt.
Spielerkabine von Real Madrid
Und weil wir über 3 Stunden im Stadion verbracht haben, waren wir dann doch schon recht hungrig und haben heute mal was Nicht-spanisches gegessen: Pizzaaaaaa *schmatz*
Pizza mit Mozzarella, spanischem Rohschinken und Rucola
Gut gestärkt sind wir dann wieder in den CityTour Bus gestiegen und bis zum Plaza de Cibeles. Hier befinden sich drei der größten Sehenswürdigkeiten von Madrid auf einem Platz: der Kybelebrunnen, der Palacio de Comunicaciones und die Banco de España. Von den Anhängern und der Mannschaft des Fußballvereins Real Madrid wird dieser Platz zur Feier von Meisterschaften genutzt.
Palacio de Comunicaciones
Danach sind wir zu Fuß zurück Richtung Hotel geschlendert und haben dem natürlichen Shoppingtrieb nachgegeben - wir sind daran völlig unschuldig, die weiblichen Gene sind schuld *liebschau*
Und mein persönliches Highlight heute war ein Schuhgeschäft, in dem es für meine Zwergenfüße jede Menge Auswahl gab. Alle Modelle in Größe 35 erhältlich :-) und da habe ich natürlich nicht widerstehen können und mir 2 Paar Sommerschuhe geleistet.
ich freu mich so über meine neuen Sommerschuhe
Den Abend haben wir auch heute wieder opernarienlauschend am Balkon verbracht und uns schon Gedanken darüber gemacht, wie wir das Neugekaufte wohl in die Koffer bringen werden :-(
Und dann haben wir einige ungebetene Gäste im Badezimmer entdeckt - eine Ameisengruppe hat es sich dort so richtig gemütlich gemacht. Wir haben also beim Verlassen des Hotels an der Rezeption sofort Bescheid gegeben, dass wir unser Zimmer nicht wirklich teilen wollen.
Um den letzten Abend in Spanien würdig ausklingen zu lassen, sind wir dann nochmal in die Markthalle Mercado de San Miguel neben den Plaza Mayor und haben uns verschiedenste Köstlichkeiten einverleibt.
Wieder im Hotel angekommen, fanden wir im Badezimmer statt der Ameisen einen sehr attraktiven jungen Mann mit Ameisenspray - mit dem hätten wir dann doch das Zimmer geteilt ;-)
Also Ameisen weg... junger Mann auch weg - leider :-( ... Bauch voll ... und somit geht ein toller Urlaubstag zu Ende ...
Frau wird nun im Whirlpool darüber nachdenken sich eine Ameisenfarm anzuschaffen, weil wenn aus einer Ameisengruppe während 2-stündiger Abwesenheit ein attraktiver junger Mann wird, was wird dann aus einer ganzen Ameisenkolonie? hmmmm

Donnerstag, 7. Mai 2015

HopOn HopOff hat viel zu bieten

Nach einer sehr ruhigen Nacht und einem ausgiebigen Frühstück starteten wir um 9:30 unsere Tagestour. Wir haben uns für ein 2-Tagesticket der CityTour entschieden, da wir so mehr von der Stadt sehen, als beim Ubahnfahren. Nur wenige Gehminuten von unserem Hotel ist eine Haltestellestelle und von dort sind wir dann mit der Route 1 ganze 1 1/2 Stunden einmal die gesamte Linie abgefahren und haben uns mit Kopfhörern im Ohr recht vieles über Madrid erzählen lassen.

der CityTour Bus bietet eine tolle Variante der Stadtbesichtigung
Bei der zweiten Runde sind wir dann am Platz Puerta del Sol ausgestiegen und zu Fuß weiter marschiert. Plaza de la Puerta del Sol, der Mittelpunkt der Stadt und ganz Spaniens: hier befindet sich der Kilómetro Cero, der traditionelle Ausgangspunkt der sechs radialen Nationalstraßen. Auf diesem Platz befindet sich auch das Wahrzeichen der Stadt. Das Wappen der Stadt Madrid zeigt einen Braunbären, der sich gegen einen Erdbeerbaum reckt. Eine mögliche Deutung dieser Symbolik ist die Einigkeit und Bedeutung von Klerus (dargestellt durch den Baum) und Adel (der Bär), die im Mittelalter das Land in und um Madrid zwischen sich aufgeteilt haben. Es findet sich auch im Wappen des Fußballvereins Atlético Madrid wieder.
Bär und Erdbeerbaum
Dort haben wir uns dann aufgrund unterschiedlicher Interessen und angestrebter Sehenswürdigkeiten aufgeteilt. Magon und ich sind zu Fuß über den Plaza Major "Hauptplatz" direkt zu einer kleinen Markthalle, wo wir uns ein paar Tapas als Mittagssnack gegönnt haben. Die Plaza Mayor wurde im 15. Jahrhundert als Marktplatz angelegt und ist bis heute der lebendigste Platz der Stadt. Er befindet sich im Zentrum der Altstadt und ist ein rechteckiger, einheitlich geschlossener, autofreier Platz.
Markthalle neben dem Plaza Major
Da wir dann mit vollem Magen ein wenig gehfaul waren, sind wir bei der nächstgelegenen Haltestelle wieder in den CityTour Bus gestiegen und bis zum Bahnhof Atocha gefahren. Die alte Bahnhofshalle ist berühmt für ihre große Dachkonstruktion aus Gusseisen und Glas, die zwischen 1888 und 1892 im Jugendstil erbaut wurde. Seit 1992 südlich davon der neue Bahnhof in Betrieb genommen wurde, befindet sich unter dem riesigen Gewölbe der alten Bahnhofshalle ein tropischer Palmengarten, der als Wartehalle und Treffpunkt genutzt wird
Palmengarten im Bahnhof Atocha
Da wir heute strahlenden Sonnenschein und 28°C hatten, sind wir dann direkt weiter marschiert in den Retiro Parks. Der Park kam nach dem Sturz Isabellas II. im Jahr 1868 in den Besitz der Stadt, die ihn nun ganz der Öffentlichkeit zugänglich machte, erweiterte und in einen Volkspark mit nationalem Anspruch verwandelte. Jetzt laufen, radeln, rollern und rudern hunderte Madrider im Park herum.
künstlich angelegter See mit Ruderbootsverleih im Retiro Park
Einmal quer durch den Park und noch ein paar Meter weiter sind wir auch schon am Plaza de Colón, welcher Christoph Kolumbus gewidmet wurde, angekommen.
Kolumbus-Statue am Plaza de Colón
Von dort sind wir wieder mit dem CityTour Bus zurück zum Teatro Real, der Oper, um dort dann nach einem kurzen Zwischenstopp im Delikatessenladen - leckere Mitbringsel für eine spanische Jause für die Daheimgebliebenen kaufen - eine Erholungspause im Hotel zu genießen. Auf der Terrasse in der Sonne sitzend haben wir den Opernarien von nebenan gelauscht  - Magon hat entweder ganz konzentriert zugehört, oder ein Nickerchen gemacht - ich will ihr da jetzt nichts unterstellen *grins*. Hinter der Oper werden jeden Nachmittag so gegen 18 Uhr Ausschnitte aus Opern auf einer Videowand für jedermann übertragen.
Gegen 20 Uhr sind wir dann wieder gemeinsam mit Chris und Lu ganz gemütlich zum Abendessen aufgebrochen. Beim Abendessen gab es dann einen regen Austausch über das heute erlebte, während wir uns ein 9-gängiges Tapasmenü einverleibt haben. Hoffentlich rollen wir heute Nacht nicht aus den Betten ;-)

Mittwoch, 6. Mai 2015

Ankunft in Madrid

Überpünktlich sind wir heute Früh in Gallegos abgeholt worden und nach Madrid gebracht worden. Um kurz nach 11:00 waren wir schon in unserem Hotel. Die Zimmer konnten wir leider erst ab 13:00 Uhr beziehen, so sind wir gleich mal zu einer ersten kurzen Erkundungstour aufgebrochen. Unser Hotel liegt mitten im Zentrum von Madrid im Viertel "Madrid de los Austrias" - wie passend :-)
Für die nächsten 3 Nächte haben wir uns ein tolles Zimmer mit Dachterrasse und Whirlpool im Hotel Opera gegönnt.

Am Nachmittag sind wir dann zu einer kleinen Stadttour aufgebrochen. Als erstes besichtigten wir die Catedral Nuestra Senora de la Almudena. Erste Pläne zur Errichtung einer neuen Kirche, welche man der Hl. Maria von der Almudena (ein Titel der Gottesmutter Maria als Stadtpatronin von Madrid) widmen wollte, entstanden bereits im 16. Jahrhundert. Doch der Bau der Kathedrale begann nicht vor dem 18. Jahrhundert und wurde erst im Jahr 1993 beendet. In diesem Jahr wurde die Kathedrale von Papst Johannes Paul II. geweiht und zugleich zur Bischofskirche des Erzbistums Madrid erhoben.
Catedral Nuestra Senora de la Almudena
Danach sind wir direkt weiter zur Basilica San Francisco El Grande. Madrids kunsthistorisch bedeutendste Kirche, erbaut 1761 - 1768 im neoklassischem Stil und von einer Kuppel mit 33m Durchmesser und 72m Höhe überwölbt. In dieser Kirche dürften wir dem Kirchenportier besonders gut gefallen haben, da wir alle ein vergünstigtes Studententicket erwerben durften - da lacht das Herz einer Mittdreißigerin :-) *freu*
Basilica San Francisco El Grande

Um 18:00 Uhr haben wir uns dann mit hunderten anderen europäischen Touristen beim Königspalast angestellt, da dort für Bürger aus EU-Mitgliedsstaaten der Eintritt ab 18:00 Uhr kostenlos ist. Der Königliche Palast (spanisch Palacio Real) ist das Madrider Stadtschloss und die offizielle Residenz des spanischen Königshauses. In Wirklichkeit wohnt der derzeitige König Felipe VI in einem Schloss außerhalb von Madrid.

Palacio Real
Nach den Besichtigungen haben wir dann auch noch die berittene Polizei angetroffen und da wir ja nichts angestellt haben, durfte ich sie auch in Ruhe fotografieren.
den Rappen würde ich gerne mit nach Hause nehmen
Zum Abendessen gab es noch Tapas und jetzt wird es Zeit für eine abendliche Runde im Whirlpool :-) *blubb, blubb*


Dienstag, 5. Mai 2015

Auf Wiedersehen bei Sonnenschein

Heute ist der letzte Tag unserer Eselwanderung und in der Früh musste der Himmel gleich mal darüber weinen. Wir haben die Esel also bei leichtem Regen gefüttert und gesattelt und sind bei Nieselregel in Pedraza aufgebrochen.
Wenige Meter nach dem Verlassen des Dorfes, sind die Regenwolken verschwunden und die Sonne hat das Wettergeschehen an sich gerissen. Ein paar Wolken haben sich zwar den ganzen Tag immer mal wieder vor sie geschoben, aber im Großen und Ganzen war heute ein Tag des Sonnenscheins.
Unsere heutige Route war mit 11,5 Kilometern recht kurz und wir haben den letzten Tag in vollen Zügen genossen. Wir waren heute keine Wandertruppe, sondern eine Bummeltruppe :-)
Rosi und Chris
Chris hat unterwegs von Lu auch ein wunderbares Kompliment bekommen: "Na da Rosi ihr Hintern is owa scho no gräßer ois deina!" und war über das kleine Wörtchen "noch" nicht sonderlich begeistert.

Nach knapp 6 Kilometern haben wir eine gemütliche Vormittagspause eingelegt. Die Eselchen durften grasen und wir haben uns auf den Felsen in die Sonne gelegt.
so schaut Urlaub aus :-)
Benny Blümchen
Gut gelaunt sind wir dann nach einer zweiten Pause gegen 15 Uhr in der La Posada de Gallegos angekommen und haben unsere Zimmer bezogen. Leider wird auch hier wieder mal kein Englisch gesprochen. Aber diesmal spricht der Hausherr fließend Französisch und Chris und ich haben unsere letzten Reste vom Schulfranzösisch - da ist wirklich nicht mehr viel übrig geblieben :-( - zusammengekratzt, um uns verständigen zu können. Unsere Eselchen haben auch wieder eine tolle Unterkunft bekommen.
bald geht's wieder nach Hause für Rosi und Benny B.
Und schon ist der Zeitpunkt des Abschiednehmens gekommen. Schweren Herzens sagen wir unseren langohrigen Freunden "Leb wohl" *schnief*
Sie werden noch heute Abend abgeholt und zurück in ihren Heimatstall gebracht werden.

Ein Danke an Benny B. den Oberchecker, der uns den Weg gewiesen hat und immer ruhig geblieben ist. Sein Motto ist: Zuerst mal ums Essen kümmern und der Rest geht mich nichts an!

Ein Danke an Rosi die Vorsichtige, die schon lange vor uns erkannt hat, wenn irgendwo Gefahr droht und trotzdem auf jedem Foto hervorragend aussieht. Ihr Motto ist: Seht mich alle an, ich bin die Schönste im ganzen Land!

Wir lassen den Nachmittag gemütlich im Salon der Posada bei einem Kaminfeuer ausklingen und freuen uns schon auf das Abendessen :-)
Für Lu, Chris und Magon gibt's heute am Abend im Salon noch eine Runde Fußballschauen!

Montag, 4. Mai 2015

vom Winde verweht

Der heutige Tag startete , wie immer, mit dem Frühstück für die Esel und uns. Hier in Spanien wird ja frühestens um 9:00 Uhr gefrühstückt, was für uns natürliche eine morgendliche Hungersphase auslöst. Aber heute konnten wir die Besitzerin der kleinen Posada schon zu einem Frühstück um 8:30 überreden :-)
Um 10:00 Uhr waren dann die 4 Wanderer startklar und auch die Esel fertig geputzt und mit den Packtaschen versehen. Die ersten 3 Kilometer haben wir gut gelaunt zurückgelegt und dann kam der schlimmste Teil des heutigen Tages: ein Hochplateau bei stürmischem Wind - und das für eine Strecke von 3 Kilometer - hierzu fallen mir jede Menge Adjektive ein, die unsere Laune dazu beschreiben würden, aber keines davon ist jugendfrei :-(
Danach ging es wieder in ein kleines Tal und dort haben wir dann hinter einem Windschutzgürtel eine kurze Pause eingelegt. Wir waren fest davon überzeugt, dass uns heute nichts mehr passieren kann. Aber, wie so oft im Leben, kam kurz darauf die nächste Herausforderung auf uns zu. Diesmal nicht vom Wetter, sondern von den Eseln.
Rosi rastet völlig aus, wenn Kühe neben ihr auf der Weide laufen! Diese Info hätte man uns halt auch schon bei der Eselübergabe geben können, aber dann wäre der Überraschungsmoment ja nicht annähernd so schön gewesen. Nach einem knapp 20-minütigen Kampf mit ihr und einige Brandblasen auf den Fingern später, hat sie sich aber wieder beruhigt und ich konnte Chris wieder den Strick mit einer entspannten Rosi übergeben.
Chris und Rosi am Weg nach Pedraza
Unsere heutige Route von 13,8 Kilometern führt uns in ein kleines Bergdorf namens Pedraza. Dort finden wir auch schnell unser Hotel Hosteria Del Arco.

im Bergdorf angekommen
Im Hotel haben wir uns zuerst eine regenerierende Dusche gegönnt und dann für 2 Stunden Siesta gehalten. Um halb sechs sind wir zu einem Spaziergang durch Pedraza aufgebrochen.
leere Gassen in Pedraza
 Montag ist in ganz Pedraza Ruhetag und somit konnten wir weder etwas einkaufen, noch irgendwelche Sehenswürdigkeiten besuchen. Stattdessen sind wir durch leere Gassen wandert - wie in einem Geisterdorf *spooky*
Plaza Major - Hauptplatz
Unsere kleinen Eselfreunde sind heute leider mehr schlecht als recht untergebracht. Leider können wir das heute auch nicht mehr ändern, aber wir werden ganz sicher eine Beschwerde an die Reiseagentur schreiben und denen mitteilen, wie so ein Eselquartier auszusehen hat!! Sie müssen in einem Hinterhof angebunden wohnen, ohne Unterstand und ohne Heu. Nicht mal der Mist der letzten Eselbewohner wurde entfernt :-(
Auch der Esel der beiden Engländerinnen, welche die selbe Route gehen wie wir, hat laut Unterkunftgeber ausreichend Platz. Wir sind einfach nur traurig über diese Situation, aber eine kurzfristige Lösung gibt es leider nicht - *schnief*
Vielleicht bringt ja ein Beschwerdebrief etwas, damit die Situation hier langfristig verbessert wird.
arme Eselbande
Wir hoffen, dass unsere Esel-Freunde die Nacht unbeschadet überstehen und freuen uns schon auf unseren letzten Wandertag.

Sonntag, 3. Mai 2015

15,5 Kilometer und immer wieder Regen

Heute Früh starteten wir bei leichten Regen die heutige Etappe. Nach knapp einem Kilometer hat der Regen dann aufgehört. So haben wir dann die nächsten 9 Kilometer trockenen Fußes überstanden.

Chris beim morgendlichen Putzen
Magon und Chris sind mittlerweile richtig gute Eselführerinnen und wenn sie so weiter machen, werden sie bis Dienstag Abend noch den Titel des Eselflüsterers verliehen bekommen :-)
Auch richtig schwierige Passagen und unwegsames Gelände meistern die beiden mit Benny B. und Rosi schon völlig gelassen.
Nach 10 Kilometern haben wir uns entschieden, unsere Mittagspause einzulegen. Wir haben ja auch diesmal wieder Lunchpakete mitbekommen. Kaum haben wir den Eseln das Gepäck abgenommen und unsere Picknickdecke aufgelegt, sind schon die ersten Regentropfen gefallen :-(
Es ging sich trotzdem noch aus, alles zusammen zu essen und auch die Eseln konnten 30 Minuten saftiges Gras futtern.
Die noch fehlenden knappen 6 Kilometer haben wir dann bei einem richtig beruhigendem Landregen hinter uns gebracht.
bei Regen durch unwegsames Gelände
Endlich in der La Casona de Requijada angekommen, waren wir ziemlich nass und es gibt mittlerweile nur noch wenig, zum Gehen benötigte Körperteile, die nicht weh tun. Füße autsch ... Waden autsch ... Knie autsch autsch ...Oberschenkel autsch ... Hüfte autsch autsch ... Rücken autsch .....
Nach einer heißen Dusche - für Lu eine Runde im Whirlpool - entspannen wir nun den restlichen Nachmittag im Aufenthaltsraum und freuen uns schon sehr auf unser heutiges Abendessen.
das Feuer im Ofen knistern und draußen tröpfelts immer noch vor sich hin
Morgen haben wir eine deutlich kürzere Route vor uns :-) , aber was das Wetter bringt, werden wir dann morgen erst wissen :-(

Samstag, 2. Mai 2015

Benny B. der Oberchecker und Rosi die Vorsichtige

Heute haben wir unsere langohrigen Freunde kennengelernt. Das erste Aufeinandertreffen war um kurz nach 8:00 Uhr. Wir hatten mit unserem Langenscheid-Spanisch in der Unterkunft das Frühstück für 8:00 Uhr vereinbart, aber irgendwas ging schief und somit gab es um 8:00 nichts, außer einem kleinen Spaziergang über den Parkplatz, wo wir dann auf einer angrenzenden Koppel 2 Esel entdeckt haben. Und da es ja nicht allzu viele Wahnsinnige gibt, die sich für Eselwanderungen begeistern, waren wir uns recht sicher, dass es sich bei den Beiden um unsere Begleiter handeln wird. Und so war es dann auch. um kurz vor 9:00 Uhr haben wir dann unser Frühstück bekommen und danach haben wir auch endlich einen englisch sprechenden Menschen angetroffen von unserer Reiseagentur. Er hat uns dann unsere beiden Esel vorgestellt. Leider wusste er nur von dem kleinen Wallachen den Namen und die Eseldame war ihm völlig unbekannt. Sie ist offenbar neu beim Eselvermieter und macht mit uns ihre erste Tour. Da wir uns aber bedauerlicherweise auch von dem kleinen Kerl den Namen nicht merken können, haben wir die beiden schlichtweg für die nächsten paar Tage getauft.
Darf ich vorstellen:
der braune Benny B. und die graue Rosi
Um 10:00 Uhr ging es dann endlich los und wir marschierten aus Arcones raus. Der heutige erste Wandertag führte uns vorbei an Pinienwäldern und Kuhherden. Unsere beiden Begleiter sind sehr brav und anständig. Benny B. und Magon sind bereits heute ein unzertrennliches Paar und meistern jede Schwierigkeit, wie Bach- und Brückenüberquerungen, wie die Profis. Einmal wären wir trotz sehr guter Routenbeschreibung falsch abgebogen, aber Benny B. hat das sofort bemerkt und trotzig eine Vollbremsung eingelegt. Tja, und was soll ich sagen, Recht hat er gehabt :-)
Nach kurzen Routenfindungsdiskussionen waren wir aber wieder in die richtige Richtung unterwegs und auch Benny B. ist wieder kommentarlos neben Magon dahin spaziert. Nach knapp 3 Stunden haben wir dann eine kurze Mittagpause eingelegt und unsere vom Hotel gepackten Lunchpakete verspeist: Baguette mit Prosciutto und Parmesan *schmatz*
Picknick irgendwo im Nirgendwo von Spanien
Die heutige Tour hat uns vorbei an Wassermühlen, bellenden Hunden und klotzenden Kühen bis nach Navafria gebracht. Insgesamt sind wir 15,8 km gewandert und unsere büroverwöhnten Füßchen haben auf den letzten Kilometern schon zu streiken begonnen :-(
In Navafria angekommen sind wir zu unserer heutigen Unterkunft gegangen und wurden mehr als positiv überrascht. Die Posada Mingaseda ist ein wunderschönes kleines Hotel und unsere Zimmer sehen aus, wie in einem verwunschenen Märchenschloss. Unsere beiden langohrigen Freunde wurden auf eine naheliegende kleine Koppel gebracht, wo sie sich für unsere morgige Tour von 16,6 km stärken können und hoffentlich vor lauter Fressen nicht aufs Schlafen vergessen.
da lacht das Eselherz
Wir werden auch unser wohlverdientes Abendessen gleich direkt in der Posada einnehmen, weil irgendwohin "gehen" mag  heute keiner mehr!

Freitag, 1. Mai 2015

Eviva Espana

Und es ist mal wieder soweit. Magon und ich haben unsere nächste Reise angetreten. Diesmal haben wir aber Verstärkung mitgebracht. Chris und Lu sind mit von der Partie. Das Ziel der Reise ist Spanien, wo wir, auf Wunsch von Chris, eine 4-tägige Eselwanderung machen werden.
Heute ging es aber mal nur mit dem Flugzeug nach Madrid und dann weiter mit dem Auto nach Arcones. In Arcones angekommen, haben wir gleich mal unser Zimmer für die erste Nacht im Hotel La Cerca bezogen und Chris und Magon sind dann zu einer Erkundungstour in den Ort aufgebrochen.
Morgen nach dem Frühstück werden wir unsere langohrigen Begleiter kennen lernen. *ich bin ja schon soooo gespannt auf die Kleinen :-)*
meine alten - gut eingelatschten - Wanderschuhe und Mole's Rucksack sind startklar
Die erste Aufgabenverteilung hat auch schon stattgefunden. Chris ist für die Übersetzung ins Spanische zuständig und da keiner von uns Spanisch kann, läuft sie jetzt brav mit dem Wörterbuch in der Hand herum. Lu ist für die Routenführung beim Eselwandern zuständig und lernt schon brav die Landkarte auswendig. Meine Aufgabe wird die Eselbetreuung werden, da ich ja diesbezüglich schon vorgeschädigt bin.
Was Magon machen wird, haben wir noch nicht entschieden, aber uns wird sicher auch für sie eine perfekte Aufgabe einfallen :-)

Bis morgen mit den Eselfreunden